• 10.10.2017
  • 16:23 Uhr

Vergewaltiger erhält Vaterrechte

Sein Opfer brachte vor acht Jahren einen Jungen zur Welt.

Christopher M. ist ein registrierter Sexualstraftäter.

Dieser krasse Fall aus dem US-Bundesstaat Michigan sorgt gerade für Empörung. Christopher M. hat vor acht Jahren eine Zwölfjährige vergewaltigt. Er hielt sie und ihre ein Jahr ältere Schwester zwei Tage lang gefangen. Die heute 21-Jährige wurde schwanger und bekam das Kind. Christopher M. wurde einige Monate später verhaftet und zu nur einem Jahr Haft verurteilt. Nach sechs Monaten war er wieder frei. 2010 vergewaltigte er erneut eine Teenagerin, saß wieder zwei Jahre im Gefängnis.

Name des Vergewaltigers soll in die Geburtsurkunde

Jetzt wurde Christopher M. das gemeinsame Sorgerecht für den Jungen seines ersten Opfers zugesprochen. Es war sogar der Richter, der ihm die Adresse der Mutter verriet. Nun soll sie aus Florida, wo sie heute lebt, zurück nach Michigan ziehen – in die Nähe des 27-jährigen Vergewaltigers und Kindsvaters. Auch soll sein Name – gegen den Willen der Mutter – in die Geburtsurkunde eingetragen werden.

Täter darf Minderjährige nur unter Beobachtung treffen

Wie der Sender BBC berichtet, ist Christopher M. als Sexualstraftäter registriert und darf Minderjährige nur im Beisein eines „verantwortungsvollen Erwachsenen“ treffen. Dass das Gericht im dennoch das Sorgerecht für sein Kind zuspricht, ist daher umso unverständlicher. Die Anwältin der Mutter will nun dagegen vor gehen. Seit 2015 gilt in den USA der Rape Survivor Child Custody Act. Er soll Missbrauchsopfer schützen und Richtern ermöglichen, Vergewaltigern sämtliche Rechte als Eltern zu entziehen.

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