• 15.01.2018
  • 06:44 Uhr

Donald Trump: „Ich bin kein Rassist“

Donald Trump versucht seine Äußerung über "Drecksloch"-Staaten-Äußerung wieder einzufangen.

Während in den USA der nationale Gedenk- und Feiertag "Martin Luther King Day" zelebriert wird, muss sich Donald Trump einer Rassismus-Debatte stellen.

„Ich bin kein Rassist. Ich bin die am wenigsten rassistische Person, die sie jemals interviewen“, sagte der international in die Kritik geratene US-Präsident. In den vergangenen Tagen hatte ihm ein angebliches Statement ein verheerendes internationales Echo eingebracht.

Nach Berichten von US-Medien soll Trump bei einem Treffen mit Senatoren am Donnerstag gefragt haben, warum die USA so viele Menschen aus „Drecksloch-Staaten“ (shithole-countries) aufnehmen müssten. Es ging dabei um den Aufenthaltsstatus von Menschen aus Haiti, El Salvador und afrikanischen Staaten.

Ein Sprecher des Weißen Hauses dementierte die Berichte zunächst nicht. Trump selbst schrieb auf Twitter, es seien harte Worte gefallen, aber nicht diese. „Die Sprache, die ich bei dem Daca-Treffen benutzt habe, war hart, aber das war nicht die Sprache, die benutzt wurde“, schrieb er.

Wenig später erklärte er, er habe nie etwas Abfälliges über Haitianer gesagt, außer dass Haiti ein „sehr armes und unruhiges Land“ sei.

Dem widersprach der demokratische Senator Dick Durbin, der an der fraglichen Unterredung teilnahm. „Ich habe nicht ein einziges Wort gelesen, das nicht gefallen wäre“, sagte er. Trump habe „hasserfüllte, abscheuliche und rassistische Worte gewählt“, so der Senator weiter.

Rückendeckung erhielt Trump vom republikanischen Senator David Perdue aus dem Bundesstaat Georgia. „Ich sage Ihnen, dieses Wort ist nicht gefallen“, sagte Perdue. Auch Perdue hatte an dem fraglichen Treffen teilgenommen.

  • 12.01.2018
  • 10:59 Uhr

Trump: „Haiti und andere Dreckslöcher“

Der US-Präsident entgleist mal wieder, ist aber plötzlich nett zu Nordkorea.

Warum diplomatisch sein, wenn man Donald Trump heißt? Und so dürfte eine Gruppe von Senatoren bei einem Treffen mit dem Präsidenten ihren Ohren kaum getraut haben. Der ließ es wieder mal krachen im Hinblick auf Einwanderer aus Haiti, El Salvador und Afrika und soll gesagt haben: „Warum lassen wir all diese Menschen aus diesen Dreckslöchern herkommen?“

Trump bestreitet die Aussage so formuliert zu haben: „Die Sprache, die ich bei dem Daca-Treffen benutzt habe, war hart, aber das war nicht die Sprache, die benutzt wurde„, schrieb Trump auf Twitter.

 

 

Das UN-Menschenrechtsbüro reagiert dennoch schockiert: „Hier geht es darum, der schlimmsten Seite der Menschheit weiter die Tür zu öffnen und Rassismus und Ausländerfeindlichkeit zu billigen und zu fördern, was das Leben vieler Menschen zerstören könnte“, sagte Sprecher Rupert Colville.

Auf einmal: Gutes Verhältnis zu Nordkorea?

In Sachen Einwanderung ganz der Alte, probiert Trump auf einem anderen Konfliktfeld mal was Neues. So bezeichnete er sein Verhältnis zu Nordkoreas Führer Kim Jong Un als gut. Dem „Wall Street Journal“ sagte Trump, er habe „wahrscheinlich“ eine sehr gute Beziehung zu Nordkoreas Machthaber. „Ich habe Beziehungen zu Leuten“, sagte er demnach, „ich glaube, Sie wären überrascht“.

Nach Monaten erbitterter Wortgefechte zwischen Washington und Nordkorea sind „gute Beziehungen“ in der Tat eine überraschende Ankündigung. Trump hatte Nordkorea mit totaler Zerstörung gedroht. Aber vor einigen Tagen hatte Trump sich milder gezeigt und in Bezug auf Kim erklärt, er sei „absolut“ bereit zu einem Telefonat mit ihm.

Immer wieder hatten sich Kim und er gegenseitig mit wüsten Beleidigungen und Drohungen überzogen. Trump nannte Kim unter anderem „klein und fett“, „Little Rocket Man“ und „verrückt“. Kim gab ordentlich Kontra und unterstellte dem US-Präsidenten, geistesgestört zu sein.

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