Tödlicher Burnout: Japanische Reporterin Miwa Sado stirbt nach 159 Überstunden in einem Monat

Die Reporterin Miwa Sado gab alles für ihren Job – und bezahlte dafür mit ihrem Leben.

Die 31-jährige Miwa Sado hatte im Jahr 2013 in einem Monat 159 Überstunden angehäuft. Japanische Arbeitsbehörden sind jetzt zu dem Ergebnis gekommen, dass die Überarbeitung der Grund für den Tod der jungen Frau war.

Ihr Arbeitgeber – der öffentlich-rechtliche Sender NHK – entschuldigte sich deswegen und will die Arbeitsbedingungen reformieren.

 

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Grund für die 159 Überstunden war demnach, dass Sado für den Sender nacheinander über zwei Wahlen berichtete. Im Monat vor ihrem Tod hatte sie deshalb nur zwei freie Tage. Sie starb drei Tage nach dem zweiten Wahltag.

In Japan ist die Überarbeitung ein hohes Gesundheitsrisiko für viele Angestellte. Es gibt sogar ein eigenes Wort für den Tod durch Überarbeitung: „Karoshi".

In einer Regierungsstudie aus dem Jahr 2016 gaben 23 Prozent der befragten Firmen an, dass manche ihrer Mitarbeiter auf mehr als 80 Überstunden pro Monat kommen. Ein Jahr zuvor wurden 93 Fälle von Selbstmord oder versuchtem Suizid infolge von Überarbeitung offiziell anerkannt.