• 18.07.2018
  • 14:43 Uhr

Thailand-Jungs sprechen: So war es in der Höhle

Aus dem Krankenhaus ging's heute direkt zur Pressekonferenz.

Mehr als eine Woche ist ihre Rettung in Thailand her, jetzt sind alle zwölf Jungs und ihr Trainer fit genug für ihren ersten großen öffentlichen Auftritt. Sie sind heute aus dem Krankenhaus entlassen worden und fuhren dann in drei Kleinbussen direkt zur Pressekonferenz.

Die gesamte Mannschaft: natürlich in Triktos ihres Vereins. Die Stimmung auf der Pressekonferenz ist gut, gelöst, entspannt nach den anstrengenden letzten Wochen. Neben den Jungs sitzen die Navy-Seals, die zu ihrer Betreuung in der Höhle dabei waren.

 

 

Einer der Jungen, Ardoon Sam-aon (14), spricht über den Moment, als sie nach Tagen entdeckt wurden. Sie seien gerade dabei gewesen, nach einem Ausweg aus der Höhle zu suchen, als er meinte, Stimmen zu hören. Der Trainer wollte dann, dass sie ruhig sind – und da wurde klar: Es sind wirklich Menschen bei ihnen! Als die dann wirklich vor ihnen standen, sei er so geschockt gewesen, dass er nur „Hallo“ rausgebracht habe, so Ardoon.

Auch Trainer Ake (25) greift sich bei der Pressekonferenz das Mikrofon. Er sagt, niemand aus dem Team habe Angst gehabt. Er habe die Jungs immer wieder beruhigt. Doch warum gingen sie überhaupt in die Höhle? Ake sagt: „Wir wollten sie erkunden, weil sie noch niemand von innen gesehen hat. Als wir nach einer Stunden umgedreht sind, war die Höhle schon überflutet.“

  • 18.07.2018
  • 07:13 Uhr

Heute geht’s nach Hause

Die jungen Thai-Fussballer und ihr Trainer werden aus dem Krankenhaus entlassen.

So könnte das letzte gemeinsame Frühstück im Krankenhaus ausgesehen haben.

Am Mittag gegen 13 Uhr ist es soweit: Acht Tage nach ihrer Rettung aus einer thailändischen Höhle, dürfen die zwölf Jungen und ihr Trainer die Klinik verlassen. Direkt danach soll es eine Pressekonferenz geben. Da können die Fußballer von ihrem lebensgefährlichen Abenteuer berichten. Ob alle an dem Termin teilnehmen, ist aber noch nicht sicher. Schon vorher wurden neue Details des 17 Tage dauernden Dramas bekannt. Einer der Taucher, Charles Hodges vom US-Taucherteam, berichtet jetzt, dass die Rettung der Jungen alles andere als sicher war.

„Als mich der Gouverneur fragte, wie hoch die Erfolgsaussichten wären, sagte ich, 60 maximal 70 Prozent. Wahrscheinlich werden drei, vier, möglicherweise fünf Kinder sterben.“

Das ist zum Glück nicht passiert. Die Jungen hatten einen starken Überlebenswillen und haben hart gekämpft. Bevor die Taucher sie entdeckten, hatten sie sogar angefangen an einem Tunnel ins Freie zu graben. Trotzdem blieb dann nur der hochgefährliche Weg durchs  Wasser.

„Ich habe nie etwas so gefährliches gemacht und werde es wohl auch nie wieder tun. Aber es war die einzige Chance, und die haben wir ergriffen.“ So sieht es heute der britische Taucher Jason Mallinson.

Bei der Rettungsaktion starb ja der thailändische Taucher Saman Gunan. Für die gerettete Fußballmannschaft ist er ihr großer Held. Sicher werden sie ihm und der Witwe bei der Pressekonferenz hochmal aus vollem Herzen ihren Dank aussprechen.

  • 15.07.2018
  • 17:00 Uhr

Hier erfahren die Höhlen-Jungs vom Tod des Tauchers

Nach ihrer Rettung dürfen die Jugendfußballer und ihr Trainer bald das Krankenhaus verlassen.

Die Jungen zollen ihrem gestorbenen Retter Tribut.

Die zwölf aus einer Höhle geretteten thailändischen Jungen haben in ihrer Quarantäne vom Tod des Tauchers erfahren, der während der Rettungsaktion ums Leben gekommen war. Wegen ihrer schlechten körperlichen und psychischen Verfassung hätten die Ärzte sie schützen wollen, berichten thailändische Medien.

Auf Fotos ist jetzt zu sehen, wie die Jungen dem verstorbenen Taucher gedenken und Dankesnachrichten auf ein Bild schreiben. In der sehr emotionalen Situation seien einige Tränen geflossen.

 

Ministry of Health and the Chiang Rai Prachanukroh Hospital/AP/dpa
Die Fußballmannschaft mit einem Bild des Tauchers.

 

Dem 37 Jahre alte Taucher Saman Kunan war am Freitag vor einer Woche die Luft bei einem Tauchgang in der Höhle ausgegangen. Er war Soldat der Spezialeinheit Navy Seals und wird in seiner Heimat inzwischen wie ein Held verehrt. Der thailändische König Maha Vajiralongkorn ernannte Saman Kunan zum Kapitänleutnant und ehrte ihn mit dem Weißen Elefantenorden erster Klasse. Auch ein Denkmal für den mutigen Retter ist schon geplant.

Die Zwölf Jungen im Alter von 11 bis 16 Jahren und ihr 25-jähriger Trainer sollen schon in wenigen Tagen entlassen werden. Auf die Zeit danach werden die Jugendlichen schon vorbereitet: „Wir werden das Entgegenkommen der Medien brauchen, während sich die Jungen und ihre Familien wieder an den Alltag gewöhnen“, sagte der thailändische Gesundheitsminister. „Wir helfen ihnen, sie auf die Aufmerksamkeit vorzubereiten, die sie von den Medien erhalten werden.“ 

Sogar ein Film über das Schicksal der Jungen ist schon in Planung. Solch ein Film könne Millionen Menschen weltweit inspirieren, sagte Michael Scott, Geschäftsführer der amerikanischen Produktionsfirma Pure Flix Entertainment, am Dienstag in einer Videobotschaft auf Twitter.

Die Jungen waren nach starken Regenfällen teilweise bis zu zweieinhalb Wochen in einer Höhle eingeschlossen und konnten erst nach vielen Anläufen von Tauchern gerettet werden.

  • 11.07.2018
  • 16:26 Uhr

Höhlenjungs: Erste Bilder nach der Befreiung

Hier winken die Jungs aus dem Krankenhaus in Thailand.

Ihr Schicksal bewegt die ganze Welt – genauso wie nun die ersten Bilder, die nach der Rettung der 12 Jungs und ihres Trainers aus einer unterirdischen Höhle in Thailand an die Öffentlichkeit gelangen. Es sind Ausschnitte aus einem Video, das heute der Presse vorgeführt wurde.

Als wollten sie sagen, „Hallo ihr da draußen, uns geht es gut“. Da sitzen sie in ihren Betten auf der Quarantänestation. Sie alle tragen Gesichtsmasken, mehrere Krankenhausmitarbeiter sind bei ihnen. Amtsarzt Thongchai Lertvilairattanapong lobte heute bei einer Pressekonferenz den „sehr guten mentalen Zustand“ der Jungs und ihres Trainers. „Das ist wahrscheinlich deshalb so, weil sie die ganze Zeit gemeinsam als ein Team verbrachten, wo einer dem anderen hilft.“

Draußen stehen ihre Angehörigen, sie dürfen noch nicht rein zu ihren Liebsten – zu gefährlich, denn die Jungs sind nach 17 Tagen ohne Tageslicht, genügend Sauerstoff und Nahrung noch immer schwach. Aber: nur drei von ihnen haben leichte Lungenentzündungen. Die ganze Gruppe – zwölf Jungen im Alter zwischen 11 und 16 Jahren und ihr 25-jähriger Trainer – würden bis zu eine Woche im Krankenhaus in Chiang Rai bleiben, um ihre weitere Behandlung sicherzustellen.

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