• 14.09.2017
  • 20:22 Uhr

Hurrikan „Irma“: Das Drama geht weiter

Jedes vierte Haus auf den Florida Keys ist aufgrund des Hurrikans komplett zerstört.

Die Folgeschäden von Hurrikan“ Irma“ sind weiterhin immens. Für viele Menschen ist die Rückkehr in ihr Zuhause ein echter Alptraum. Der Norden von Florida steht immer noch an vielen Orten unter Wasser. Defekte Stromleitungen, Mangel an Trinkwasser- das Leiden nach „Irma“ ist groß. In einem Altenheim starben drei Tage nach dem Hurrikan acht Menschen an den Folgen von Hitze, weil die Klimaanlage ausgefallen war. US-Präsident Trump reiste zusammen mit Ehefrau Melania ins Krisengebiet. Erfahrt im VIDEO mehr dazu.

 

  • 12.09.2017
  • 11:58 Uhr

„Irma“ hinterlässt gewaltige Verwüstung

Florida Keys möglicherweise über Wochen nicht erreichbar.

„Irma“ hat im US-Bundesstaat Georgia zwei Menschen das Leben gekostet. Wie der Sender WSB berichtet, starb ein 55-Jähriger in der Stadt Sandy Springs, nachdem ein Baum auf sein Haus gestürzt war. Ein weiterer Mann kam ums Leben, weil er von seinem Dach geweht wurde. Der Sturm hatte Georgia am Montag erreicht, nachdem er zuvor über Florida hinweggezogen war.

 

Hurrikan "Irma" wütet weiter.dpa
Sturzfluten, überschwemmte Straßen, Stromausfälle: „Irma“ ist mit Urgewalt über Florida hinweggezogen.

 

Das Weiße Haus geht davon aus, dass Bewohner der Florida Keys möglicherweise über Wochen nicht auf die Inselgruppe zurückkehren können. Auf Bildern sind zerstörte Häuser zu sehen, sie haben sich zum Teil von ihren Fundamenten gelöst. Boote wurden aufs Land gespült, Bäume knickten ein. Die Inselgruppe war am Sonntagmorgen (Ortszeit) direkt vom Auge des Hurrikans getroffen worden. Danach verlor „Irma“ an Kraft und wurde zum tropischen Tief herabgestuft.

Kubaner räumen auf

Im Norden Kubas richtete „Irma“ erhebliche Schäden an. Besonders schlimm wurde unter anderem die Provinz Villa Clara getroffen. In dem Fischerort Caibarién wurden reihenweise Hausdächer abgedeckt, Bäume entwurzelt, es kam zu schweren Überschwemmungen. Vor allem die Landwirtschaft erlitt erhebliche Schäden. In der Hauptstadt Havanna schafften am Montag Bautrupps umgestürzte Bäume und Trümmer beiseite. Hohe Wellen überspülten die Uferpromenade Malecón. Das Wasser drang mehr als 500 Meter ins Stadtzentrum vor.

 

  • 11.09.2017
  • 18:16 Uhr

Unter Wasser und ohne Strom

Hurrikan "Irma" hat dem "Sunshine State" übel mitgespielt.

Straßenzüge unter Wasser, Miamis Flughafen schwer beschädigt, 5,8 Millionen Haushalte ohne Stromversorgung – Hurrikan „Irma“ ist über Florida hinweggezogen und hat große Schäden hinterlassen.

Über die Hälfte aller Bewohner Floridas (58 Prozent) muss aktuell ohne Stromversorgung auskommen. Plünderer versuchten aus dem Chaos Kapital zu schlagen. Die Polizei Miami meldete 28 Festnahmen. Mindestens vier Menschen kamen nach offiziellen Angaben bislang ums Leben.

In Miami wälzten sich Wassermassen durch die Altstadt und das Bankenviertel. Auf Bildern und Videos war zu sehen, wie der Sturm das Wasser in die Stadt drückte und große Straßen zu reißenden Flüssen machte.

 

 

Jetzt richten sich die bange Blicke in die nördlich gelegenen Küsten Georgias und South Carolinas. Zwar wurde „Irma“ mittlerweile zum Tropensturm herabgestuft, dennoch drückte der Hurrikan heftige Wassermassen in Richtung der Städte Jacksonville, Savannah und Charleston. Laut dem Hurrikanzentrum werde „Irma“ bis Dienstag mit 30 Kilometern pro Stunde Richtung Georgia ziehen und dann auch Alabama erreichen.

 

 

US-Präsident Donald Trump kündigte an, möglichst bald nach Florida reisen zu wollen, um sich ein Bild von den Schäden zu machen.
Bei seinem Zug durch die Karibik hatte der Sturm nach inoffiziellen Schätzungen mehr als 20 Menschen das Leben gekostet, einige Gebiete gelten als unbewohnbar. Schwere Schäden gab es auf Kuba, den Jungferninseln, sowie auf Barbuda und Saint-Bartélémy.

  • 11.09.2017
  • 12:29 Uhr

Hurrikan „Irma“ über Florida: Zahlen und Fakten

US-Präsident Trump hat angesichts der Verwüstungen den Katastrophenfall für Florida ausgerufen.

Hurrikan „Irma“ hat den US-Staat Florida mit voller Wucht erfasst. Wie der Sender ABC in Florida berichtete, starben am Sonntagmorgen (Ortszeit) fünf Menschen bei vom Wetter mitverursachten Verkehrsunfällen.

Der Wirbelsturm zog am Sonntagmorgen (Ortszeit) zunächst mit extrem starken Böen und schweren Regenfällen über die vorgelagerte Inselgruppe Florida Keys hinweg, traf dann etwas weiter nördlich an der Westküste des US-Bundesstaates erneut auf Land und zog dann etwas östlicher als erwartet weiter, wie der US-Wetterdienst mitteilte. Schwerste Schäden drohten fast im gesamten Bundesstaat, das genaue Ausmaß war noch nicht erkennbar.

US-Präsident Donald Trump kündigte an, möglichst bald nach Florida reisen zu wollen, um sich ein Bild von den Schäden zu machen.

 

Zahlen und Fakten

 

  • 6,3 Millionen: So viele Menschen wurden aufgefordert, sich vor „Irma“ in Sicherheit zu bringen.
  • „Irma“ war der stärkste je über dem Atlantik gemessene Hurrikan. Sein Auge erreichte die Südspitze Floridas als Sturm der Stärke 4. Im Lauf des Tages verlor er an Kraft, aber nur allmählich an Gefährlichkeit.
  • 4,50 Meter: So hohe Sturmfluten wurden an der Westküste Floridas befürchtet. An der Ostküste reichten aber auch deutlich geringere Höhen, um in der Innenstadt Miamis für Überschwemmungen zu sorgen.
  • Bei seinem Zug durch die Karibik hatte der Sturm nach inoffiziellen Schätzungen mehr als 20 Menschen das Leben gekostet.
  • 5,7 Millionen: Das ist die Zahl der Stromanschlüsse, die laut Betreibern von Ausfällen betroffen waren.
  • Mehr als 12.000 Flüge fielen von und nach Florida aus.
  • Zweimal Kategorie vier: Noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen vor 166 Jahren wurde das Festland der USA binnen eines Jahres zwei Mal von einem Hurrikan der zweithöchsten Kategorie 4 getroffen.
  • Größer als Deutschland: Satellitenaufnahmen zeigten die gewaltige Ausdehnung des Sturms – „Irma“ ist viel größer als Deutschland.
  • 10.09.2017
  • 18:11 Uhr

Hurrikan „Irma“ trifft Florida schwer

Der Sturm ist besonders groß und extrem gefährlich. Er droht katastrophale Schäden anzurichten.

Das Zentrum von „Irma“ hat die Südspitze Floridas erreicht. Laut US-Meteorologen zog der Hurrikan der zweithöchsten Kategorie vier am frühen Sonntagmorgen (Ortszeit) über die Inselkette der Florida Keys hinweg. Mehrere Menschen starben bei vom Wetter mitverursachten Verkehrsunfällen. Hunderttausende Haushalte in verschiedenen Teilen des Bundesstaates sind aktuell ohne Strom. 70.000 Menschen sind in Notunterkünften untergebracht.

 

 

Der Kurs von „Irma“ hat sich weiter leicht westwärts verändert und sollte in seinem Kern etwas vor der Küste entlang ziehen. Meteorologen machten deutlich, dass das für die Küstenbewohner eine schlechte Nachricht sei, schaufele der Sturm so doch mehr Wasser auf die Küste.

 

 

Von Fort Myers bis hoch nach Tampa bereiten sich die verbliebenen Menschen auf das Schlimmste und bis zu 4,5 Meter hohe Sturmfluten vor. Weil „Irma“ so groß ist, werden auch auf der Ostseite Floridas schwere Schäden und Überflutungen erwartet. Für Miami und andere Gebiete auf dieser Seite gilt keinerlei Entwarnung, nur weil der Zug auf der Halbinsel weiter westlich liegt als zunächst angenommen.

 

 

Schwere Schäden auf Kuba

In der Nacht zum Samstag war das Zentrum von „Irma“ auf Kubas Nordküste getroffen. Auf Fernsehbildern waren hohe Wellen, starke Regengüsse, umgestürzte Bäume und beschädigte Gebäude zu sehen. Die Parteizeitung „Granma“ berichtet von Überschwemmungen und Sachschäden. Meldungen über Tote gibt es bisher nicht.

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