• 10.08.2017
  • 15:14 Uhr

Saudia Airlines veranlasst Dresscode für Fluggäste

Wenn ihr hier mitfliegt, müsst ihr eine ganz besonders strenge Kleiderordnung einhalten.

Die Fluggesellschaft Saudia Airlines hat strenge Kleidungsvorschriften für Passagiere.

Keine kurzen Hosen, keine T-Shirts und Tops, keine kurzen Röcke und Kleider, keine zu dünne oder enge Kleidung… Puh, das klingt nach einer schwierigen Suche im heimischen Kleiderschrank. Aber hier geht es nicht etwa um die Kleiderordnung bei einer Gala oder einer anderen besonderen Veranstaltung, nein, hier handelt es sich um die Kleidungsvorschriften einer Fluggesellschaft.

Saudia Airlines macht den Fluggästen jetzt besondere Vorschriften, was sie auf einem Flug tragen dürfen und was nicht. Letzteres ist auf jeden Fall umfangreicher: Frauen dürfen demnach nicht zu viel Haut zeigen und keine dünnen oder enganliegenden Stoffe tragen. Aber auch die Männer werden eingegrenzt in Sachen Klamotten. Sie dürfen nämlich ebenfalls keine kurzen Hosen tragen, ihre Beine also nicht entblößen. Durch zu freizügige Kleidung könnten sich andere Fluggäste unbehaglich oder beleidigt fühlen. Die strenge Kleiderordnung veröffentlichte die Airline offiziell auf ihrer Seite – die Informationen sind aber mittlerweile nicht mehr einsehbar. 

Passagiere, die sich nicht an die Kleidervorschriften halten, können vom Flug auch ausgeschlossen werden. Die Vorschriften lösen eher gemischte Gefühle im Netz aus. Auf Twitter schreibt zum Beispiel ein Userin: „Saudia Airlines schreibt jetzt seinen Gästen vor, was sie tragen sollen. Ich werde nicht mehr mit dieser Airline fliegen. Next!“

 

 

Ein anderer schreibt: „Irre ich mich, oder sind wir im Jahr 2017? Frauen und Männer sind doch gleich gestellt.

 

 

Oder:

 

 

In einem anderen Tweet heißt es: „Nicht jeder, der mit der Airline fliegt ist auch muslimisch. Das wird Probleme verursachen.“

Saudi-Arabien hatte erst kürzlich verkündet, dass man mit einem neuen Millionenprojekt Luxus-Touristen aus der ganzen Welt anlocken möchte. Dafür will das Königreich einen 200 Kilometer langen Küstenabschnitt am Roten Meer touristisch erschließen. Es soll ein Mega-Projekt werden. Ob dabei die strengen Kleidungsvorschriften von Vorteil sind, darf bezweifelt werden.

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