• 12.02.2018
  • 11:23 Uhr

Flugzeugunglück in Russland: Blackbox gefunden

Die schlechten Wetterbedingungen erschweren weiterhin die Bergungsarbeiten an der Unfallstelle.

Der Aufprall der Maschine war gewaltig. Keiner der 71 Insassen überlebte das tragische Unglück.

Nachdem am Morgen die Bergungen des abgestürzten Flugzeuges im russischen Bezirk Ramenskoje bei Eis und Schnee fortgeführt wurden, hoffen die Ermittler jetzt auf eine Auflösung des rätselhaften Flugzeugunglücks. Denn: Inzwischen wurden die Flugschreiber der Maschine gefunden. Zwar habe eine von ihnen leichte Schäden, trotzdem ließen sich Daten auswerten.

Am Sonntag war die Passagiermaschine vom Typ An-148 der Fluggesellschaft Saratow Airlines  südlich von Moskau abgestürzt. Dabei kamen alle 71 Insassen ums Leben. Anfangs wurden als mögliche Gründe menschliches Versagen oder schlechte Wetterbedingungen vermutet. Bestätigt wurde dies aber bislang noch nicht. Die Fluggesellschaft hatte mitgeteilt, dass sie technische Probleme nicht bekannt waren, da die Maschine vor dem Start geprüft worden sei. Auch nach Flugbeginn soll keiner der Besatzung technische Komplikationen gemeldet haben. Das teilte eine Sprecherin mit. Die Aufzeichnungen der Black Box soll jetzt Klarheit in das tragische Unglück bringen.

Bei dem Flugzeug soll es sich um eine sieben Jahre Alte Maschine handeln, die die Fluggesellschaft Saratow Airlines vor einem Jahr einer anderen Fluggesellschaft abgekauft hatte.  Die Airline will vorerst keine Maschinen des Typs An-148 einsetzen.

Absturz auf Kamera

Eine Aufnahme des Absturzes soll zusätzlich bei den Ermittlungen helfen.  Eine Überwachungskamera eines nahe liegenden Wohnkomplex filmte das Unglück aus einiger Ferne. Zusehen ist ein großer Feuerball am Himmel.

Kinder unter den Toten

Inzwischen werden auch die Identitäten der Verstorbenen bekannt. Die „Bild“ berichtet, dass das jüngste Opfer ein fünfjähriges Mädchen sein soll, das zusammen mit ihrer Mutter auf der Heimreise in die Stadt Orks angetreten hatte. Weitere Medien berichten, dass mindestens vier Kinder am Bord waren. Verifiziert wurde dies bislang jedoch noch nicht. Mit Drohnen und mehreren Suchtrupps sollen die Leichen im Laufe der Tage geborgen werden.

  • 11.02.2018
  • 16:21 Uhr

Russisches Passagierflugzeug abgestürzt

Alle 71 Menschen an Bord der Maschine der Fluglinie "Saratov Airlines" kamen ums Leben.

Ein russisches Passagierflugzeug ist kurz nach seinem Start vom Moskauer Flughafen Domodedowo abgestürzt.

Die Maschine vom Typ An-148 hatte die Stadt Orsk nahe der Grenze zu Kasachstan als Ziel. Für die 65 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder gab es keinerlei Überlebenschancen. Der Aufprall muss heftig gewesen sein. Erste Aufnahmen von der Absturzstelle zeigen kleine und große Trümmer, die sich über einen großen Radius verteilten.

„Das Flugzeug muss aus großer Höhe abgestürzt sein“, kommentierte ein Nachrichtensprecher im russischen Fernsehen. Als mögliche Gründe für den Absturz nannten die Ermittler zunächst menschliches Versagen oder schwierige Wetterbedingungen.

Mehr als 160 Helfer des Zivilschutzes und der Nationalgarde sind am Absturzort im Einsatz.

Präsident Wladimir Putin sprach den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus. Er wies die Regierung an, eine Untersuchungskommission einzusetzen. Die Ermittlungsbehörde und die Staatsanwaltschaft leiteten Untersuchungen wegen möglicher Verstöße gegen die Flugsicherheitsvorschriften ein.

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