• 16.03.2018
  • 10:40 Uhr

Schweiz: Lebenslang für Vierfachmord

Der pädophile Täter muss außerdem in Therapie.

Eine Gerichtszeichnung zeigt den Angeklagten und seine Verteidigerin.

Für den Vierfachmord von Rupperswil in der Schweiz ist der angeklagte Ex-Fußballjugendtrainer zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Richter ordnete zudem eine Therapie an, um die psychischen Störungen des Mannes zu behandeln.

Der 34-Jährige hatte zugegeben, kurz vor Weihnachten 2015 einen 13-Jährigen missbraucht und ihn, seinen Bruder, dessen Freundin und die Mutter der Jungen umgebracht zu haben.

Er überfiel die Familie in seiner Nachbarschaft in der Ortschaft Rupperswil zwischen Basel und Zürich. Der Mann, der sich selbst als pädophil bezeichnet, war bis dahin polizeilich nicht auffällig und nicht vorbestraft. Nach Polizeiermittlungen soll er mindestens zwei weitere Taten nach gleichem Muster konkret geplant haben. Er bestritt diese Vorwürfe im Prozess.

Die Staatsanwaltschaft hatte lebenslange Haft und anschließende Verwahrung des 34-jährigen Angeklagten beantragt. Die Verteidigerin plädierte auf 18 Jahre Freiheitsstrafe. Gutachter stellten eine narzisstische Persönlichkeitsstörung fest, die der Mann aber nach ihrer Auffassung mit einer mehrjährigen Therapie überwinden könne.

  • 13.03.2018
  • 16:32 Uhr

Prozessbeginn: Vierfachmord, Kindesmissbrauch, Brandstiftung

Es ist eine der schlimmsten Gewalttaten der Schweizer Justizgeschichte.

Eine Gerichtszeichnung zeigt den Angeklagten und seine Verteidigerin.

In der Schweiz hat der Prozess gegen einen Vierfachmörder begonnen. Der Angeklagte hat gestanden, drei Tage vor Weihnachten 2015 in seiner Nachbarschaft eine Mutter (48), ihre beiden Söhne (13 und 19) und die Freundin des älteren Sohnes (21) umgebracht zu haben. Vor den Morden hatte sich der 34-Jährige  noch an dem jüngsten Opfer vergangen, einem 13 Jahre alten Jungen. Von der Tat machte er Videoaufnahmen. Laut Anklageschrift hatte der Täter weitere Morde geplant.

Nach den Morden steckte er das Haus in Brand

Am 21. Dezember 2015 hatte sich der Täter unter einem Vorwand Zugang zum Haus seiner Opfer verschafft. Dort zwang er die Mutter Geld von der Bank zu holen und verging sich sexuell an ihrem jüngsten Sohn. Anschließend schnitt er allen vier Bewohnern die Kehle durch und steckte das Haus in Brand.

Als die Feuerwehr eintraf um den Brand zu löschen, entdeckten sie die vier Leichen. Nach der Tat ging der 34-Jährige mit befreundeten Fußballspielern ins Steakhaus.

Festnahme erst Monate später

Erst im Mai konnte er dann in einem Café, rund zehn Kilometer vom Tatort entfernt, festgenommen werden. Er leistete keinen Widerstand und reagierte gefasst. Die Polizei hatte Daten von Handys ausgewertet, die rund um den Tatort eingeschaltet waren und kam so auf die Spur des Mannes.

Bei einer Durchsuchung war in seinem Haus ein gepackter Rucksack gefunden worden, mit Utensilien, wie er sie bei der Tat verwendet hatte: Kabelbinder und Klebeband etwa. Die Staatsanwaltschaft geht darum davon aus, dass er weitere Taten geplant hatte. Auf externen Festplatten fanden die Ermittler außerdem tausende Videos und Bilder mit kinderpornographischen Inhalten.

Der Schweizer ist wegen mehrfachen Mordes, mehrfacher räuberischer Erpressung, mehrfacher Geiselnahme, mehrfacher sexueller Handlungen mit einem Kind, mehrfacher sexueller Nötigung, Brandstiftung sowie mehrfacher strafbarer Vorbereitungshandlungen angeklagt.

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