• 17.06.2017
  • 11:34 Uhr

Zweite Runde der Parlamentswahlen in Frankreich – Macrons Bündnis steht!

Macrons Partei "La République en Marche" hat mit 350 von 577 Sitzen die absolute Mehrheit im Parlament gewonnen.

Der französische Staatspräsident Emmanuel Macron verlässt am 11.06.2017 in Le Touquet (Frankreich) unter Jubel ein Wahllokal.

Emmanuel Macron muss sich zur Zeit wohl wie ein politischer Popstar fühlen. Auf Schritt und Tritt wird der 39-Jährige Neu-Präsident Frankreichs beobachtet, jede seiner Bewegungen wird genau kontrolliert. Das Land scheint ihn zu verehren und zu lieben wie keinen vorher. Am Sonntag stand er nun noch ein mal mehr im Mittelpunkt.

Die Franzosen entschieden über die endgültige Zusammensetzung der Nationalversammlung. Es war die zweite – und entscheidende – Runde der Parlamentswahl. Macrons Partei „La République en Marche“ konnte  350 von insgesamt 577 erobern. Das liegt weit über den für eine absolute Mehrheit notwendigen 289 Sitzen. Ein voller Erfolg also für Macron und sein Team.

Diesen Rückhalt braucht er auch, schließlich will er der französischen Wirtschaft mit seiner Reformagenda neuen Schwung verschaffen. Unter anderem setzt er sich für eine Lockerung des Arbeitsrechts ein. Außerdem will er die Regierung umbilden. Premierminister Philippe soll aber im Amt bleiben.

  • 12.06.2017
  • 09:06 Uhr

Parlamentswahl: „Macron-Welle“ in Frankreich

Das politische System in unserem Nachbarland sortiert sich völlig neu.

Präsident Emmanuel Macron hat bei der Parlamentswahl seinen Sprint an die Macht fortgesetzt. Seine junge Partei gewann aus dem Stand den ersten Wahlgang und steuert auf eine absolute Mehrheit in der Nationalversammlung zu. Laut Meinungsforschern kann das Macron-Lager bei der entscheidenden Runde mit 400 bis 455 der insgesamt 577 Sitze rechnen. Nun beginnt der Wahlkampf für die Stichwahlen am kommenden Sonntag.

Macron kann damit eine breite Basis für sein Reformprogramm erwarten, mit dem er Frankreichs Wirtschaft ankurbeln will. Gut einen Monat nach seiner Wahl zum Staatschef ist die erste Runde der Parlamentswahl eine weitere herbe Niederlage für die traditionellen Regierungsparteien der Sozialisten und der bürgerlichen Rechten. Die Zeitung „La Croix“ sprach auf ihrer Titelseite von einer „Macron-Welle“.

Überschattet wird das Ergebnis allerdings von einem Negativ-Rekord bei der Wahlbeteiligung: Nur jeder zweite Franzose ging am Sonntag ins Wahllokal, so wenige wie noch nie bei einer Parlamentswahl.

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