• 17.10.2017
  • 07:54 Uhr

„Atomkrieg könnte jeden Moment ausbrechen“

Nordkorea warnt die USA unmissverständlich vor dem Ausbruch eines Atomkrieges.

Die Situation in Nordkorea habe einen „sehr riskanten Punkt erreicht und ein Atomkrieg könnte jeden Moment ausbrechen“, sagte Nordkoreas stellvertretender UN-Botschafter Kim In Ryonghat vor dem Abrüstungsausschuss den Vereinten Nationen. „Kein anderes Land auf der Welt hat für so eine lange Zeit eine solch extreme und direkte nukleare Bedrohung von den USA hinnehmen müssen“, sagte er. Aufgrund der aktuellen Bedrohung durch die Vereinigten Staaten sei für sein Land eine Unterzeichnung des internationalen Atomwaffensperrvertrags jedoch nicht möglich, so Kim In Ryong.

Er drohte den USA zudem damit, dass sie bei einem weiteren Vordringen in den militärischen Einzugsbereich Nordkoreas mit einem Vergeltungsschlag zu rechnen hätten. Aufgrund des Korea-Konflikts reist US-Präsident Donald Trump im November nach Asien. Nach einem Truppenbesuch auf Hawaii stehen Japan, Südkorea, China, Vietnam und die Philippinen auf dem Programm.

Erst gestern hatten die USA und die südkoreanischen Seestreitkräfte ein großes Manöver vor der koreanischen Halbinsel begonnen. An dem fünftägigen Manöver beteiligen sich etwa 40 Marineschiffe einschließlich des Flugzeugträgers USS Ronald Reagan sowie zweier US-Zerstörer, wie ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Seoul mitteilte.

Noch am Sonntag hatte US-Außenminister Rex Tillerson bekräftigt, dass die Vereinigten Staaten um eine diplomatische Lösung im Konflikt mit Nordkoreas Atom- und Raketenprogramm bemüht seien: „Diese diplomatischen Bemühungen werden weitergehen, bis die erste Bombe fällt“, sagte er dem Sender CNN.

  • 22.09.2017
  • 17:28 Uhr

Trump: „Kim Jong-un ist offensichtlich ein Irrer“

Nordkoreas Diktator nennt ihn "geistesgestört" - und Trump twittert zurück

Könnten die Folgen des Disputs zwischen US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Diktator Kim Jong-un nicht so verheerend sein, man würde sich an Kindergartentage erinnert fühlen. An den Streit im Sandkasten um Schaufel und Eimerchen.

Auf Trumps Auftritt am Dienstag vor der UN-Vollversammlung, bei der er damit drohte, Nordkorea notfalls mit einem Militärangriff „völlig zu zerstören“, reagierte Kim Jong-un jetzt so: „Ich werde den Mann, der die Hoheit über das Oberkommando in den USA hat, für seine Rede teuer bezahlen lassen.“ Außerdem nannte er Trump „geistesgestört“. Das berichtet die nordkoreanische Staatsagentur KCNA. Er werde den „senilen US-Greis gewiss und auf jeden Fall mit Feuer bändigen“ und frage sich, welche Antwort Trump erwartet haben könnte, aber „er wird nun mit Folgen jenseits seiner Erwartungen konfrontiert“.

Nordkoreas Außenminister Ri Yong Ho Trumps UN-Rede hatte zuvor stark kritisiert: „Wenn sie versuchen, uns mit dem Klang eines Hundegebells zu schockieren, dann haben sie eindeutig den Traum eines Hundes.“ Dieser Vergleich bezieht sich auf ein Sprichtwort, laut dem auch ein bellender Hund den Fortgang einer Prozession nicht aufhalten kann.

Jetzt hat Trump erneut auf diese Aussagen reagiert, wie gewohnt über Twitter. „Nordkoreas Kim Jong Un, der offensichtlich ein Irrer ist, dem es nichts ausmacht, sein Volk auszuhungern oder zu töten, wird auf die Probe gestellt werden wie nie zuvor“.

 

 

Seit Wochen testet Nordkorea immer wieder Raketen und zuletzt sogar eine Atomwaffe. Und auch jetzt zieht die Regierung als Antwort auf Trumps Drohung offenbar erneut den Test einer Wasserstoffbombe über dem Pazifik in Betracht.

Inzwischen ruft auch Russland zu Zurückhaltung auf. „In Moskau herrscht große Sorge wegen der eskalierenden Spannungen auf der koreanischen Halbinsel“, so Kremlsprecher Dmitri Peskow in Moskau. Russland sei weiterhin davon überzeugt, dass es keine Alternative zu einer Verhandlungslösung gebe.

  • 19.09.2017
  • 17:17 Uhr

Trump droht Nordkorea mit „totaler Vernichtung“

Der US-Präsident hat bei der UN-Vollversammlung dem Regime in Pjöngjang mit massiver militärischer Gewalt gedroht.

Donald Trump hat bei der UN-Vollversammlung die große Bühne genutzt, um mit martialischen Worte auf die Bedrohung durch Nordkorea zu antworten. „Wenn (die USA) gezwungen sind, sich selbst oder ihre Verbündeten zu verteidigen, dann haben wir keine Wahl, als Nordkorea total zu vernichten“, sagte der US-Präsident in seiner mit Spannung erwarteten ersten Rede vor den Vereinten Nationen.

„Der Raketenmann ist auf einem selbstmörderischen Weg“, fügte Trump an und meinte damit Nordkoreas Machthaber Kim Jong-Un. Eine nordkoreanische Delegation, die sich vor dem Auftritt Trumps noch verkleinert hatte, verfolgte den Auftritt des US-Präsidenten aus der ersten Reihe des Plenarsaals. Ein nordkoreanischer Vertreter machte sich eifrig Notizen. Kim Jong-Un selbst bleibt der Veranstaltung stets fern.

Iran – ein Schurkenstaat, der Gewalt exportiert

Eine Atommacht Nordkorea – nicht mit Trump. „Die Denuklearisierung ist der einzige gangbare Weg“, so Trump weiter. Nordkorea sei ein Land, das die Welt mit Atomwaffen bedrohe. „Die USA sind ein Land von großer Stärke und Geduld“, sagte Trump in der Generaldebatte in New York. Wenn die USA aber gezwungen würden, müssten sie Nordkorea eben zerstören.

Nach Nordkorea attackierte Trump auch den Iran mit scharfen Worten. Der Iran sei ein wirtschaftlich ausgelaugter Schurkenstaat und exportiere vor allem Gewalt. Man könne dieses mörderische Regime nicht so weitermachen lassen. Iran müsse endlich die Rechte seiner Nachbarn akzeptieren und sich konsequent gegen jede Form von Terrorismus stellen. Es gebe im Iran viele Menschen guten Willens, die einen Wechsel wollten. Sie müssten endlich gehört werden.

Das internationale Atomabkommen mit dem Iran bezeichnete Trump erneut als einen der schlechtesten Verträge, die jemals abgeschlossen worden seien. Das Abkommen sei eine Erniedrigung für die USA.

© 2017 RTL II News | Alle Rechte vorbehalten.