• 10.01.2018
  • 07:19 Uhr

Nord- und Südkorea: Kommt es zum Treffen der Regierungsbosse?

Für ein Treffen mit Kim Jong Un setzt der südkoreanische Präsident jedoch klare Bedingungen voraus.

Südkoreas Vereinigungsminister Cho Myoung Gyon (r) und sein nordkoreanischer Amtskollege Ri Son Gwon versuchen in Gesprächen die Lage zwischen Nord- und Südkorea zu schlichten.

Nachdem es am Dienstag zum ersten Mal seit zwei Jahren zu einem Treffen zwischen politischen Vertretern aus Nord- und Südkorea kam,  könnten sich jetzt auch die Regierungsbosse der beiden Parteien annähern.  So teilte der südkoreanische Präsident Moon Jae mit, dass er durchaus bereit wäre, sich mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un zusammenzusetzen.

Hierfür müssten jedoch die „richtigen Bedingungen“ erfüllt sein.  Erst wenn es bei den laufenden Gesprächen zu konkreten Ergebnissen komme, wäre dieser immense Schritt umsetzbar.  „Wir haben einen Dialog begonnen, doch wir haben noch nicht über den Atomstreit (mit Nordkorea) geredet“, erklärte der Präsident und warnte vor voreiliger Vorfreude. Und genau dies könnte den guten Kurs noch kippen.

Denn: Der südkoreanische Präsident möchte einen weiteren Krieg verhindern und verlangt den klaren Verzicht auf Atomwaffen. Die Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel sei ein grundlegendes Ziel, betonte Moon und drohte bei weiteren Provokationen von Nordkorea mit weiteren Sanktionen.

  • 09.01.2018
  • 11:13 Uhr

Nordkorea auf Kuschelkurs – Wegen Olympia im Süden?

Erstmals seit zwei Jahren sprechen die verfeindeten Länder wieder miteinander und wollen nunmehr sportlich gegeneinander antreten.

Südkoreas Vereinigungsminister Cho Myoung Gyon (r) und sein nordkoreanischer Amtskollege Ri Son Gwon geben sich in Panmunjom, Südkorea, die Hand.

Noch im Dezember waren Schlagzeilen wie diese an der Tagesordnung: „Kim Jong-Un droht Südkorea und den USA mit Atomschlag.“

Doch seit einigen Tagen scheint der Konflikt wie weggeblasen. Nordkoreas Machthaber bot in seiner Neujahrsansprache wieder Gespräche mit dem Süden an, erstmals nach zwei Jahren. Und so sitzen beide Länder nun zusammen und beraten über die Zukunft.

Delegation reist zu Olympischen Winterspielen

Dabei ging es zunächst hauptsächlich um die Teilnahme Nordkoreas an den Olympischen Winterspielen, die in diesem Jahr von Südkorea ausgetragen werden. Auch der Norden möchte jetzt schnell noch dabei sein und lotete aus, inwiefern eine Anmeldung zu den Spielen noch möglich sei. Schließlich wolle man eine ganze Delegation zu dem Sportereignis schicken. Die soll aus Athleten, Vertretern des nationalen  olympischen Komitees, Künstlern, Beobachtern, einem  Taekwondo-Demonstrationsteam und Journalisten bestehen. Sogar eine Fan-Gruppe mit ausgewählten Nordkoreaner soll dabei sein dürfen.

Das internationale Olympische Komitee will nun darüber beraten, wie Nordkorea noch in die Liste der Teilnehmerländer mit aufgenommen werden kann. Man begrüße diesen Schritt, hieß es. Das IOC habe sogar Fristen verlängert. Die Winterspiele starten im Februar im südkoreanischen Pyeongchang.

Weitere Annäherung geplant

Südkorea will den Friedensgipfel allerdings auch dazu nutzen, um über eine weitere Entspannung zwischen beiden Ländern zu sprechen. Zudem wolle man wieder die sogenannten Familientreffen aufleben lassen. Treffen, bei denen Familienmitglieder aus dem Norden und aus dem Süden zusammenkommen, was sonst nicht möglich ist.

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