• 13.10.2017
  • 19:13 Uhr

„Asche und Knochen“: Waldbrände fordern immer mehr Todesopfer

In Kalifornien werden noch hunderte Menschen vermisst.

Die Feuerwalze frisst sich immer weiter durch den Norden Kaliforniens und die Schäden, die die Flammen hinterlassen, werden immer größer. Bislang wurden mindestens 31 Todesopfer gefunden und rund 400 Menschen werden nach Angaben der Polizei Sonoma City immer noch vermisst. Der Landkreis ist besonders schlimm betroffen.

​„Wir haben völlig intakte Leichen und Leichen, die nur noch Asche und Knochen waren, gefunden. Entschuldigen Sie, dass ich darüber spreche, das ist aber, womit wir zu tun hatten“,  erklärt Robert Giordano, Sheriff von Soncoma City, der Presse. Zudem bereitet das Wetter den Einsatzkräften Probleme: Winde bis zu 100 Stundenkilometer und extreme Trockenheit fachen die Feuer weiter an.

Welche Zerstörungskraft die Flammen haben, zeigen diese Drohnenaufnahmen aus Santa Rosa. Ein Postauto fährt durch die zerstörte Stadt, etwas 3.500 Häuser standen hier einmal.

 

  • 11.10.2017
  • 06:50 Uhr

Brände in Kalifornien: Immer mehr Tote

"Es ist die reine Zerstörung", sagte der verantwortliche Feuerwehrchef Ken Pimlott.

Die Lage im Norden Kaliforniens ist weiter dramatisch. Mindestens 17 Menschen sind bei den Wald- und Buschbränden bereits ums Leben gekommen. Dutzende Menschen werden vermisst. Starke Winde heizen die Glutnester in den am stärksten betroffenen Bezirken Sonoma, Napa und Mendocino zusätzlich an.

 

 

20.000 Menschen wurden bereits in Sicherheit gebracht. Doch für einige kam jede Hilfe zu spät: Unter anderem starb im Napa County ein Ehepaar, das erst im Vorjahr seinen 75. Hochzeitstag gefeiert hatte – der Ehemann war 100 Jahre alt, seine Frau war 98.

In der Stadt Santa Rosa wurde eine Ausgangssperre verhängt, um Plünderungen zu verhindern. In der 175.000 Einwohner zählenden Kleinstadt brannten mehrere Wohngebiete komplett ab.

 

 

Feuerwehrchef Pimlott spricht aktuell von mehr als ein Dutzend Brände, die sich rasend schnell ausbreiten. Über 2.000 Gebäude seien schon abgebrannt, so Pimlott. 400 Feuerwehrleute – unterstützt von 4.000 Ersthelfern und Militärs – sind im Kampf gegen die Flammen im Einsatz.

 

 

US-Präsident Donald Trump versicherte, die Bundesregierung sei an der Seite der Kalifornier. Die Brände hätten eine furchtbare Tragödie verursacht. „Die Menschen haben mein größtes Mitgefühl. Sie machen eine Menge durch“, sagte er.

  • 10.10.2017
  • 08:39 Uhr

Tote bei Flammeninferno in Kalifornien

Mehr als 20.000 Menschen mussten in Gebieten um Napa und Sonoma Valley vor den Flammen flüchten.

Heftige Waldbrände wüten aktuell rund um Kaliforniens berühmte Weinbauregion. Allein im Bezirk Sonoma County starben nach Angaben der Behörden sieben Menschen. Insgesamt sollen laut Medienberichten im Norden Kaliforniens infolge der Feuer schon zehn Menschen ums Leben gekommen sein.

 

 

Demnach gab es auch Todesopfer in Napa Valley und im Bezirk Mendocino. Dutzende Menschen erlitten zudem Verletzungen. Bei starken Winden hatten sich mehr als ein Dutzend Brände über Nacht rasch ausgebreitet.

 

 

Nach ersten Schätzungen sollen 1.500 Gebäude abgebrannt sein. Rund 20.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen und in Sicherheit gebracht werden.

 

Der Gouverneur des Westküstenstaates, Jerry Brown, rief in mehreren Bezirken den Notstand aus. Tausende Häuser in dem Westküstenstaat seien bedroht, hieß es in der Erklärung des Gouverneurs.

In der Kleinstadt Santa Rosa brannten mehrere Wohngebiete ab. Fernsehbilder zeigten verwüstete Straßenzüge mit ausgebrannten Fahrzeugen und verkohlten Häusermauern.

 

 

Die Brände hätten viele Regionen einfach überrollt, sagte Feuerwehrchef Ken Pimlott. Bei heißen Temperaturen, und starken Winden fraßen sich die Flammen schnell durch die trockene Vegetation.

Der Rauch von den Buschfeuern war auch im knapp 100 Kilometer entfernten San Francisco zu spüren.

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