• 09.06.2017
  • 15:46 Uhr

Trotz Wahl-Schlappe: May will weitermachen

Die Brexit-Verhandlungen sollen weiterhin in zehn Tagen beginnen.

„An die Arbeit jetzt.“ Die britische Premierministerin Theresa May will eine Regierung mit Unterstützung der nordirisch-unionistischen DUP (Democratic Unionist Party) bilden. Diese Regierung werde „Gewissheit“ bringen und das Land durch die Brexit-Verhandlungen führen, die in zehn Tagen begännen, so May. Bei der Neuwahl am Donnerstag hatte May ihre Regierungsmehrheit im Parlament verloren und ist nun auf die Unterstützung angewiesen.

Der komplizierte Wahlausgang ist auch wichtig für die Austrittsgespräche mit Brüssel, die am 19. Juni beginnen sollen. Die Verhandlungen müssen bis Ende März 2019 abgeschlossen sein, sonst scheidet das Vereinigte Königreich ohne Vertrag oder Übergangsregelung aus der EU aus. Die Folgen für Wirtschaft und Bürger wären in diesem Fall kaum absehbar. Bei der EU wächst die Ungeduld. „Soweit es die EU-Kommission betrifft, können wir mit den Verhandlungen morgen früh um halb zehn beginnen“, sagte Kommissionschef Jean-Claude Juncker. „Wir warten also auf Besucher aus London.“

Wie es zu dem Wahldebakel für May kommen konnte, wie es weitergeht und was das Ergebnis für uns in Deutschland bedeutet, seht ihr im Video.

  • 09.06.2017
  • 13:06 Uhr

UK-Wahl: Schallende Ohrfeige für May

Dennoch will die Premierministerin weitermachen.

Mit diesem Wahlergebnis setzt die britische Bevölkerung ein klares Zeichen. Denn die konservative Partei um Premierministerin Theresa May hat ihre absolute Mehrheit im britischen Unterhaus offiziell verloren – am Freitagmorgen hatte sie nicht mehr die Chance die Marke von 326 Sitzen zu knacken. Schon nachdem die ersten Auszählungen begannen, schien es für die Tories knapp zu werden. Zwar wurde ein Wahlsieg prognostiziert, aber keine absolute Mehrheit.

Jeremy Corbyn fordert May auf aufzugeben

Herausforderer Corbyn forderte die Regierungschefin bereits in der Nacht zum Rücktritt auf. Es sei Zeit zu gehen „und Platz zu machen für eine Regierung, die wirklich alle Menschen dieses Landes repräsentiert.“ Die britische Premierministerin will aber weitermachen und setzt auf eine Minderheitsregierung. Dafür will sie sich umgehend das Okay von der Queen holen. Nach der Terror-Serie hatte May die Neuwahl im April ausgerufen – mit der Absicht, ihre Regierungsmehrheit zu vergrößern.

  • 08.06.2017
  • 23:35 Uhr

UK-Wahl: Zitterpartie für May’s Tories

Der Rückhalt der Premierministerin in der Bevölkerung bröckelt.

Noch immer werden die Wählerstimmen in Großbritannien ausgezählt. Und für Premierministerin Theresa May und ihre Konservativen wird es eng.

Denn aktuell wurden bereits 576 von 650 Parlamentssitzen ausgezählt – 271 davon kommen zwar auf die Tories von May, für eine absolute Mehrheit reicht das aber nicht.

241 Sitze kommen auf die Labour-Partei um Jeremy Corbyn.

Der forderte May auf, aufzugeben und Platz für die Labour-Regierung zu machen. Sie habe das Vertrauen und die Unterstützung des Volkes verloren:  „Das ist wirklich genug, um zu gehen und Platz zu machen für eine Regierung, die wirklich alle Menschen dieses Landes repräsentiert.“

Die vorgezogenen Neuwahlen sollten Theresa May eigentlich mehr Rückhalt geben, jetzt zeigen sie offensichtlich, dass ihre Zustimmung im Land bröckelt.  Mit einem eindeutigen Wahlergebnis wird erst am Freitagnachmittag gerechnet.

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