• 12.06.2018
  • 07:24 Uhr

Kim und Trump unterzeichnen Vereinbarung

Jahrzehntelang waren beide Seiten verfeindet, nun wollen US-Präsident Trump und Nordkoreas Machthaber Kim einen Neuanfang wagen.

Es ist vollbracht! US-Präsident Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un haben sich tatsächlich in Singapur getroffen. Die persönlich Begegnung fand im Luxushotel „Capella“ auf der Insel Sentosa statt.

 

 

Kim Jong Un ist zum Gipfeltreffen nach südkoreanischen Angaben sieben Minuten vor dem US-Präsidenten eingetroffen. Koreanische Medien interpretierten dies als eine Höflichkeitsgeste. In Korea hat der Jüngere zweier Gesprächspartner als erster zu erscheinen, dies gebietet der Anstand.

Zum Auftakt machte Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un deutlich, ein neues Kapitel in den angespannten Beziehungen zu den USA aufschlagen zu wollen. „Alte Praktiken und Vorurteile haben gegen uns gearbeitet. Aber wir haben sie alle überwunden. Und jetzt sind wir hier“, sagte Kim vor laufenden Kameras.

 

 

Die Hauptthemen des Gipfeltreffens:

Der Abbau der Atomrüstung in Nordkorea, eine Friedenslösung für die koreanische Halbinsel und Wirtschaftshilfe für das weiterhin isolierte kommunistische Land.

„Ich fühle mich wirklich gut, wir werden ein gutes Gespräch haben“, sagte Trump. „Wir werden ein großartiges Verhältnis haben, kein Zweifel.“ – mit einem Daumen nach oben, wie wir den US-Präsidenten kennen. Trump zeigte sich extrem optimistisch: „Wir werden ungemein erfolgreich sein.“

 

 

Gipfel war „Spitzenklasse“

Und so soll es auch wirklich gekommen sein. Nach Einschätzungen des US-Präsidenten ist der Gipfel sehr gut verlaufen. „Es ist besser gelaufen, als irgendjemand hätte erwarten können, Spitzenklasse“, sagte Trump nach Abschluss ihrer Gespräche.

 

 

Kim bekennt sich zu nuklearer Abrüstung

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat sich zu einer kompletten atomaren Abrüstung auf der koreanischen Halbinsel bereiterklärt. In dem gemeinsam mit US-Präsident Trump unterzeichneten Gipfeldokument erklärt er sein „festes und unerschütterliches Bekenntnis“ zu einer umfassenden atomaren Abrüstung. Im Gegenzug sichert Trump Sicherheitsgarantien zu.

Wann das genau passieren soll, ist aber nicht festgelegt. An einer anderen Stelle des Textes heißt es, Kim werde im Sinne der gemeinsam mit Südkorea erreichten Erklärung von Panmunjom auf die atomare Abrüstung „hinarbeiten“.

Trump sagte: „Wir unterzeichnen ein sehr wichtiges Dokument, eine ziemlich umfassende Vereinbarung.“ Er fügte hinzu: „Wir sind sehr stolz darauf, was heute passiert ist.“ Kim versprach: „Die Welt wird einen großen Wandel erleben. Wir haben beschlossen, die Vergangenheit hinter uns zu lassen.“

 

 

Nie zuvor ist ein amtierender amerikanischer Präsident mit einem Führer des isolierten Landes zusammengetroffen. Mehr als sechs Jahrzehnte nach dem Ende des Korea-Kriegs 1953 streben beide Seiten als Grundlage für die atomare Abrüstung auch eine Friedenslösung an.

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