• 03.10.2017
  • 10:25 Uhr

Generalstreik gegen Polizeigewalt in Katalonien

Auch der FC Barcelona macht mit.

Barcelona geht heute erneut auf die Straßen. Mit einem Generalstreik wollen Gewerkschaften und andere Organisationen in Katalonien heute gegen die Polizeigewalt während des umstrittenen Unabhängigkeitsreferendums am vergangenen Sonntag protestieren.

Mit einem Generalstreik wollen Gewerkschaften und Organisationen am Dienstag in Katalonien gegen die Polizeigewalt während des umstrittenen Unabhängigkeitsreferendums protestieren, das am Sonntag stattfand. Bei den Aktionen zur Verhinderung, der vom Verfassungsgericht verbotenen Volksbefragung, wurden knapp 900 Demonstranten und Wähler verletzt.

Aufgerufen dazu haben unter anderem Gewerkschaften, die separatistische Bürgerinitiative ANC sowie der nationalistische Kulturverein „Omnium Cultural“. Parallel soll es auch Kundgebungen in der spanischen Region geben. Es werden zehntausend Teilnehmer erwartet.

 

 

Mitte der Woche könnte nach Informationen der Nachrichtenagentur AP die Unabhängigkeit tatsächlich ausrufen werden. Charles Puigdemont, Chef der Regionalregierung, kündigte an, dass er in der Pflicht stehe das Ergebnis der Befragung umzusetzen. Das Votum sei verbindlich und das weitere Vorgehen werde jetzt festgelegt werden. Ein „Bruch mit Spanien“ sei nicht angestrebt, stattdessen wolle er sich „wieder verstehen“ mit dem spanischen Staat.

Puigdemont rief zu einer breiten Beteiligung für den geplanten Generalstreik auf. Er klagte auch darüber, dass es keinen Kontakt mit der spanischen Regierung gebe. Nötig sei nun eine internationale Vermittlung.

Auch der spanische Fußballverein FC Barcelona macht mit. Alle Trainings der Profi-und Jugendmannschaften sind abgesagt. „Der FC Barcelona verurteilt die Ereignisse, die es heute in weiten Teilen von Katalonien gegeben hat, um die Bürger daran zu hindern, ihr demokratisches Recht der freien Meinungsäußerung auszuüben“, heißt es in einer Erklärung des Clubs von Superstar Lionel Messi und dem deutschen Nationaltorwart Marc-André ter Stegen am Sonntag.

Der Nahverkehr in Barcelona ist durch den Generalstreik stark eingeschränkt. Auch die Autobahnen sind teilweise nicht befahrbar.

 

 

 

 

 

 

 

 

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