• 10.02.2018
  • 09:46 Uhr

Kim lädt südkoreanischen Präsidenten ein

Nach mehr als zehn Jahren rückt ein Treffen zwischen Nord- und Südkorea wieder in greifbare Nähe.

Die seit Anfang des Jahres initiierte Annäherung zwischen Nord- und Südkorea setzt sich fort. Am Rande der Olympischen Winterspiele lud Machthaber Kim Jong Un den südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In zu einem Besuch nach Pjöngjang ein. Die Einladung überbrachte Kims Schwester Kim Yo Jong.

In einem Brief an Moon habe Kim Jong Un über seine Absicht geschrieben, die innerkoreanischen Beziehungen zu verbessern. Sollte Moon nach Pjöngjang fahren, käme es zum dritten Gipfeltreffen zwischen beiden Ländern.

Moon habe dazu aufgerufen, die richtigen Bedingungen für die künftigen Beziehungen zu schaffen, hieß es. Der Brief wurde den Angaben zufolge von einer hochrangigen nordkoreanischen Delegation überbracht, die neben Kims einflussreicher Schwester auch das 90 Jahre alte protokollarische Staatsoberhaupt Nordkoreas, Kim Yong Nam, umfasst.

Nach ihrem Besuch der Eröffnungsfeier in Pyeongchang wurde die nordkoreanische Delegation von Moon in seinem Amtssitz empfangen. Die Schwester des Machthabers ist das erste Mitglied der seit drei Generationen in Nordkorea herrschenden Kim-Familie, das den Süden der koreanischen Halbinsel besucht.

  • 09.02.2018
  • 18:08 Uhr

Nordkoreanische Charmeoffensive in Südkorea

Kim Jong Uns Schwester gibt der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele eine besondere Note.

Kim Yo Jong saß nur eine Reihe hinter dem US-amerikanischen Vizepräsidenten Mike Pence.

Pünktlich zum Beginn der 23. Olympischen Winterspiele herrscht politisches Tauwetter auf der koreanischen Halbinsel. Noch vor dem Entzünden des olympischen Feuers gab es bemerkenswerte Gesten der Versöhnung  in Pyeongchang.

Auf der Ehrentribüne des Olympiastadions beklatschten Südkoreas Staatspräsident Moon Jae In und Kim Yo Jong (30), die Schwester des nordkoreanischen Machthabers, den gemeinsamen Einmarsch der Athleten beider Länder bei der Eröffnungsfeier. Passend dazu das Motto: „Frieden in Bewegung“.

 

 

Der anschließende Händedruck von Moon mit Kim Yo Jong nährte die zarte Hoffnung auf eine vorsichtige Annäherung der beiden Staaten nach der Zuspitzung des Konflikts um das nordkoreanische Atomprogramm im vergangenen Jahr. Kim Yo Jong ist das erste Mitglied der seit drei Jahrzehnten in Nordkorea herrschenden Kim-Familie, die den Süden der koreanischen Halbinsel besucht.

 

 

Für Samstag ist ein Treffen zwischen Präsident Moon, Kims Schwester und dem protokollarischen Staatsoberhaupt Kim Yong Nam (90) geplant.

 

 

Nordkorea hat zu den Spielen im Süden 22 eigene Athleten geschickt. Das IOC hatte deren Start kurzfristig möglich gemacht.

Als Zeichen der Verbundenheit überbrachten die Eishockeyspielerinnen Park Jongah (Südkorea) und Jong Su Hyon (Nordkorea), die in einem gemeinsamen Team bei den Winterspielen antreten, gemeinsam die olympische Fackel an die südkoreanische Eiskunstlauf-Ikone Kim Yuna. Die Olympiasiegerin von 2010 entzündete um 22.09 Uhr Ortszeit das olympische Feuer.

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