• 09.10.2017
  • 12:39 Uhr

Kim Wall: Familie veröffentlicht Abschiedsvideo

Das Video zeigt emotionale Einblicke aus dem Alltag der Journalistin.

Die Leiche Kim Walls wies zahlreiche Stichverletzungen auf.

Über 30 Jahre lang traf sich Journalistin Kim Wall mit ihrer Familie, um ein Familienbild im eigenen Garten aufzunehmen. Dieses Jahr wird Kim zum ersten Mal auf dem Foto fehlen.

Denn die schwedische Journalistin wurde im August ermordet. Ihre Körperteile wurden nach und nach gefunden – unter dringendem Tatverdacht steht der U-Boot-Bauer und Erfinder Peter Madsen.

Mit einem emotionalen YouTube-Video gedenkt jetzt Kim Walls Familie der Verstorbenen. Ihre Mutter berichtet über das Leben und den Charakter ihrer Tochter und zeigt emotionale Familien-Einblicke: „Die große Welt interessierte sie immer – sie war immer neugierig, wie andere Menschen in der ganzen Welt lebten.“

 

 

Zum Gedenken gründete die Familie den „Kim Wall Memorial Fonds“. Das Geld, das dabei zusammenkommt, geht an die „International Women’s Media Foundation“, die Journalistinnen weltweit unterstützt.

 

  • 07.10.2017
  • 11:39 Uhr

Ermittler finden Kopf von Kim Wall

Peter Madsen steht unter dringendem Tatverdacht, die schwedische Journalistin getötet zu haben.

Die Leiche Kim Walls wies zahlreiche Stichverletzungen auf.

Dänische Ermittler haben den Kopf der seit August vermissten schwedischen Journalistin Kim Wall gefunden. Wall hatte sich zuletzt auf dem Tauchschiff des U-Boot-Bauers Peter Madsen befunden. Dieser steht unter dringendem Mordverdacht und sitzt aktuell in Untersuchungshaft.

Taucher fanden den Kopf am Freitag zusammen mit den Beinen sowie Kleidung der 30-jährigen Reporterin in der Køge-Bucht. Mit Hilfe von Gebiss-Daten sei der Kopf als derjenige von Wall identifiziert worden, so eine Polizeisprecherin. Die Suche nach den Armen der Frau gehe weiter. Ihr Torso war bereits Ende August in Dänemark an Land gespült worden.

Madsen wird beschuldigt, die Journalistin am 10. oder 11. August an Bord des Bootes getötet zu haben. Er selbst hatte angegeben, der Frau sei eine schwere Klappe auf den Kopf gefallen. Ihr Tod sei ein Unglück gewesen.

Ermittler hatten zuletzt in der Werkstatt Madsens Material gefunden, das den 46-Jährigen weiter belastet. Dabei handelte es sich um Videos, die das Foltern und Enthaupten von Frauen zeigten.

  • 04.10.2017
  • 08:14 Uhr

Mord an Kim Wall: Tatverdächtiger sammelte Mordvideos

Bislang bestreitet der Erfinder die Tat.

Die Leiche Kim Walls wies zahlreiche Stichverletzungen auf.

Es ist zu sehen, wie Frauen gefoltert, enthauptet und verbrannt werden. Diese Videos hatte U-Boot-Bauer Peter Madsen auf seiner Festplatte gespeichert, wie die Staatsanwaltschaft jetzt berichtet. Die Filme – die wie von Staatsanwalt Jakob Buch-Jepsen vermutet – echt sind, wurden in Madsens Werkstatt gefunden.

Der 46-Jährige behauptet allerdings, die Festplatte gehöre nicht ihm. Viele Menschen hätten Zugang zu seiner Werkstatt.

Der Däne steht unter Verdacht, die schwedische Reporterin Kim Wall umgebracht zu haben.

Im August war die 30-jährige Reporterin für eine Reportage auf Madsens U-Boot gekommen. Elf Tage später fand man Walls Leiche an der Küste von Kopenhagen. Kopf, Arme und Beine waren abgesägt worden. Der Torso wies zahlreiche Stichverletzungen auf.

Madsen selbst hatte behauptet, der Tod der Journalistin sei ein Unfall gewesen. Ihr sei eine 70 Kilogramm schwere Luke auf den Kopf gefallen. Daraufhin habe er ihre Leiche in Panik von Bord des U-Boots geworfen.

  • 23.08.2017
  • 11:11 Uhr

U-Boot-Krimi: Vermisste Journalistin identifiziert

Taucher fanden Kim Wall zerstückelt in der Ostsee.

Es war von Anfang an eine mysteriöse Story und sie bleibt es auch. Die Journalistin die zunächst in Dänemark von einem privaten U-Boot des Tüftlers Peter Madsen verschwand, ist aufgetaucht. Allerdings tot und zerstückelt. Nachdem bekannt wurde, dass Madsen sie nach einem angeblichen Unfall über Bord geworfen hatte, suchten Taucher nach der Frau. Jetzt wurde ihre Leiche vor der Küste Kopenhagens entdeckt.

Hat Madsen die Frau zerstückelt

Polizeisprecher Jens Möller sagte auf einer Pressekonferenz: „Die DNA des Torsos stimmt mit der von Kim Wall überein. Und wenn ich Torso sage, ist das ein Körper ohne Kopf, ohne Arme und ohne Beine.“ Laut den Ermittlern wurden die Gliedmaßen von Kim Wall absichtlich abgetrennt. Außerdem war an ihrem Körper ein Metallteil befestigt. Vermutlich, damit er definitiv untergeht.

Was ist an Bord des U-Boots tatsächlich passiert?

Der Inhaber des Schiffes, Peter Madsen, erzählte der Polizei zuerst, dass er die schwedische Journalistin nach einer Probefahrt auf einer Hafeninsel abgesetzt hatte. Tage später spricht er plötzlich von einem Unglück an Bord und dass er sie in die Ostsee warf. Er habe sie „bestattet“. Was muss das aber für ein Unglück gewesen sein, dass er zuvor noch ihre Leiche zerstückelte und sie überhaupt loswerden musste, ohne die Polizei zu alarmieren? Madsen wird sich noch einigen Fragen der Ermittler stellen müssen.

  • 21.08.2017
  • 20:01 Uhr

U-Boot-Krimi: Vermisste Journalistin ist tot

Kim Wall soll bei einem Unglück ums Leben gekommen sein – das behauptet der Tatverdächtige.

Nach mehreren Tagen in Polizeigewahrsam räumte Peter Madsen in einem Verhör ein, dass die vermisste schwedische Journalistin an Bord seines U-Bootes ums Leben gekommen ist. Laut der dänischen Polizei habe der 46-Jährige die Schwedin an einem nicht genau genannten Ort in der Koge-Bucht ins Meer geworfen.

Dänische Taucher suchten im südlichen Öresund und in der Køge-Bucht nach dem Körper der Frau. Am Abend teilte die Polizei mit, dass eine Frauenleiche gefunden worden sei und Taucher sie bargen. Ob es sich um die seit elf Tagen Vermisste handelt, wurde zunächst nicht mitgeteilt. Die Leiche wurde südwestlich der Insel Amager gefunden, auf der sich teilweise auch Kopenhagen befindet.

Die 30 Jahre alte Schwedin war zuletzt am 10. August gesehen worden, als sie sich mit Madsen im Hafen von Kopenhagen auf der „UC3 Nautilus“ einschiffte. Sie hatte eine Reportage über den Erfinder schreiben wollen. Was dann passierte, ist unklar.

Probleme am Ballasttank führten nach Angaben Madsens zum Sinken des U-Bootes. Er selbst wurde von einem privaten Schiff gerettet und an Land gebracht. Von der schwedischen Journalisten fehlte von da an jede Spur.

Als ihre Familie sie als vermisst meldete, nahm die Polizei Madsen fest. Zunächst bestritt er, mit dem Verschwinden der Frau etwas zu tun zu haben. Auch nach der Bergung des Unterwasserfahrzeugs blieb Wall verschwunden. Die Polizei rechnete in der Folge nicht mehr damit, Kim Wall noch lebend zu finden.

Madsen sitzt aktuell in Untersuchungshaft. Die dänische Polizei wirft ihm Totschlag vor, das Gericht reduzierte den Vorwurf auf schwere fahrlässige Tötung.

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