• 13.02.2018
  • 07:14 Uhr

Jacob Zuma wird offenbar abgesetzt

Dem südafrikanischen Präsidenten wird schwere Korruption vorgeworfen.

Sollte der südafrikanische Präsident freiwillig zurücktreten, würde sein Rivale Cyril Ramaphosa sein Nachfolger werden. Ramaphosa ist amtierender Vize-Präsident und der Parteichef der ANC.

In den kommenden Tagen könnte die neunjährige Ära des südafrikanischen Präsidenten Jacob Zuma enden. Laut mehreren Medienberichten soll seine eigene Partei  ANC nach einer 13-stündigen Sitzung entschlossen haben, den umstrittenen Staatschef abzusetzen. Der 75-Jährige soll binnen 48 Stunden zurücktreten. Seine Umfragewerte waren in den letzten Monaten massiv in den Keller gerutscht. Zuma, der sich bislang noch nicht dazu geäußert hat, soll im Laufe des Tages an die Öffentlichkeit treten. Für den frühen Mittag setzte die ANC eine Pressekonferenz in Johannesburg an.

Mehrere Quellen vermuten, dass der südafrikanische Regierungschef sich nicht kampflos geschlagen geben und seinen Rücktritt verweigern könnte. Seine reguläre Amtszeit läuft noch bis Mitte 2019. Zuma wird schwere Korruption vorgeworfen. So soll er sich mit Staatsgeldern persönlich bereichert haben, sowie befreundete Unternehmerfamilien systematisch bevorzugt und in politische Entscheidungen involviert haben. Zuma wies die Vorwürfe bislang zurück.

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