• 13.07.2017
  • 07:11 Uhr

Amtsenthebung von Donald Trump beantragt

Ein kalifornischer Kongressabgeordneter will den US-Präsidenten vom Chefsessel kippen.

Ist es das Aus für US-Präsident Donald Trump? Dem demokratischen Abgeordneten Brad Sherman jedenfalls ist der Geduldsfaden geplatzt. Er hat ein Amtsenthebungsverfahren von Trump beantragt, spricht von enormer Inkompetenz des 71-Jährigen. Auch von Justizbehinderung, insbesondere im Rahmen der Russland-Affäre.

Mehrheit benötigt

Doch um ein solches Verfahren überhaupt durchzubekommen, ist eine Mehrheit im Repräsentantenhaus nötig. Und so werden dem Vorstoß kaum Chancen eingeräumt. Denn die Republikaner, zu denen auch Donald Trump gehört, verfügen über 24 Sitze mehr. Heißt: Nicht nur die Demokraten müssten geschlossen für eine Amtsenthebung stimmen. Es wären auch Befürworter aus den eigenen Reihen Trumps nötig.

Gutes Verhältnis mit Russland

Es ist wohl hauptsächlich die Russland-Affäre, die das Fass zum Überlaufen bringt. Derzeit untersucht ein Ausschuss, inwiefern Trump während des Wahlkampfs Kontakt zu den Russen hatte und die wiederum die Wahl zugunsten Trumps beeinflusst haben könnten. Die Affäre bezeichnete Trump mehrfach als schwarze Wolke, die über dem Weißen Haus schwebt.

Das Verhältnis zu Russland lobt Trump unterdessen. „Ich denke, wir kommen sehr, sehr gut miteinander klar.“ Er habe während des G20-Gipfels in Hamburg ein hervorragendes Gespräch mit Russlands Präsident Putin geführt.

  • 12.07.2017
  • 06:32 Uhr

Infos aus dem Kreml? „Es gab nichts zu erzählen“

Donald Trump wird die Russland-Affäre nicht los. Nun steht ausgerechnet sein Sohn im Fokus, weil er sich im Wahlkampf 2016 mit einer russischen Anwältin getroffen hat.

Das Treffen sei ohne Bedeutung, verteidigte sich jetzt der älteste Sohn des US-Präsidenten. Ohne die Vorwürfe hätte er sich gar nicht daran erinnert. „Es waren im wahrsten Sinne des Wortes vergeudete 20 Minuten, die eine Schande waren“, sagte Donald Trump Jr. dem Fernsehsender Fox News. Er stritt zudem ab, seinem Vater von dem Treffen erzählt zu haben: „Es gab nichts zu erzählen.“

Trump Jr. sagte, ihm habe jemand eine E-Mail geschickt. Er könne nichts dafür, was ihm geschickt werde. Er habe sie gelesen und geantwortet. Für ihn sei dies Erkundung der Opposition gewesen. Eventuell hätten die Schreiber etwas gehabt, vielleicht konkrete Beweise für all die Geschichten, die er gehört habe. „Also dachte ich, ich will es hören.“

Trump Jr. hatte am Dienstag einen E-Mail-Wechsel mit dem Publizisten Rob Goldstone veröffentlicht, der nach seinen Angaben zu einer Begegnung mit einer russischen Anwältin führte. Daraus geht hervor, dass ihm belastende Informationen über die Konkurrentin seines Vaters, Hillary Clinton, in Aussicht gestellt wurden, die von der russischen Regierung stammen sollen. Juristen und führende Demokraten erhoben den Vorwurf, die E-Mails enthüllten kriminelle Absichten. Der Präsident lobte seinen Sohn dagegen für die Offenheit, mit der er seine E-Mail-Konversation publik gemacht habe:

 

© 2017 RTL II News | Alle Rechte vorbehalten.