• 03.10.2017
  • 09:03 Uhr

US-Politiker und Prominente fordern schärfere Waffengesetze

Die USA haben mehr Waffen als Einwohner.

Großalarm auf der berühmtesten Casino-Meile der Welt. Ein Mann erschoss zahlreiche Menschen.

Nach dem blutigen Attentat mit 59 Toten und über 400 Verletzten ist für viele Politiker der USA klar, dass etwas mit dem amerikanischen Waffenrecht nicht stimmt. Die Demokraten fordern nun erneut schärfere Gesetze. „Wir dürfen nicht taub sein bei solchen Massakern, die so viele Leben in so kurzer Zeit auslöschen können“, teilte die Senatorin des Bundestaats Kalifornien, Dianne Feinstein in einem Statement auf ihrer persönlichen Internetseite mit. „Es sollte jeden Amerikaner schocken, dass jedes Individuum mit leichtem Zugang zu Waffen und Munition, solche Verwüstungen auslösen kann.“ Die Demokratin ruft zum „tiefen Nachdenken“ auf und zu Konsequenzen, die aus der Bluttat gezogen werden müssen.

Auch die Senatorin des Bundestaats Massachusetts, Elisabeth Warren, betone: „Gedanken und Gebete sind nicht genug. Wir brauchen eine Debatte, wie die Waffengewalt zu stoppen ist.“

 

 

Senator Bernie Sanders twitterte: „Es sollte klar sein, dass wir alles tun müssen, um zu verhindern, dass Waffen in die Hände von Leuten fallen, die sie nicht besitzen sollten.“ Es sei höchste Zeit, dass der „Kongress sich um die Sicherheit von Waffen kümmert, um unschuldige Leben zu retten“.

 

 

Auch 70 Prozent der Bürger wünschen sich stärkere Waffenkontrollen. Waffen gehören in den USA zum täglichen Leben, besonders auf dem Land. Erschreckend: in den USA sind mehr Waffen im Umlauf, als das Land Einwohner hat.

43 Prozent aller Amerikaner leben in einem Haushalt mit mindestens einer Schusswaffe. 300 Millionen Waffen, Pistolen und halbautomatische Sturmgewehre gibt es in den Vereinigten Staaten.

Der US-Entertainer Jimmy Kimmel hat sich übrigens ebenfalls für ein schärferes Waffengesetz ausgesprochen. Las Vegas ist Kimmels Heimatstadt, er wuchs dort auf. Unter Tränen sagte er zu Beginn seiner Late-Night-Show am Montagabend: „Kein amerikanischer Bürger braucht ein Maschinengewehr oder gleich zehn davon.“ Die Politiker, die den Waffenbesitz unterstützen, sollten beten und um Verzeihung bitten, dass sie der Waffenlobby so viel Einfluss geben. „Die Folge sind nun Kinder ohne Eltern, Väter ohne Söhne, Mütter ohne Töchter.“ Er forderte seine Zuschauer auf, ihre Kongressabgeordneten anzusprechen, damit diese etwas an der Gesetzeslage ändern. „Es reicht nicht nur zu beten.“

 

 

 

Model Gigi Hadid stellt ebenfalls die Waffengesetze der USA in Frage und twittert: „Unfassbar, wie einfach jemand so an eine Waffe kommt. Ist das die Menschenleben wirklich wert? Das muss aufhören!“

 

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