• 11.08.2017
  • 10:29 Uhr

China: Baby sollte per Kurier verschickt werden

Die Mutter wickelte ihren Säugling in Plastiktüten ein und wollte ihn so dem Waisenhaus zusenden.

Diese Geschichte erregt in China zurzeit die Gemüter: Eine Mutter packt ihr Neugeborenes in Plastiktüten ein und will es per Kurier an ein Waisenhaus senden. Erst als ein aufmerksamer Paketbote die „Sendung“ genauer überprüft, fliegt das ungeheuerliche Vorhaben auf. Er informiert sofort die Polizei.

Der Vorfall ereignete sich laut chinesischen Medien bereits am Mittwoch in Fuzhou (Provinz Fujian). Das Kind wurde laut der „South China Morning Post“ in ein Krankenhaus gebracht, ihm ginge es den Umständen entsprechend gut. Die Polizei veröffentlichte am Donnerstag ein Statement, wonach sich die 24-jährige Mutter in Polizeigewahrsam befindet. Gegen die junge Frau wird nun wegen Kindesvernachlässigung ermittelt.

Bewegungen und Geräusche innerhalb des „Pakets“ hatten den Boten nach Angaben lokaler Medien misstrauisch gemacht. Als er dann das lebende Baby sah, sei er geschockt gewesen. In einem Handyvideo, das sich in sozialen Netzwerken schnell verbreitete, ist zu sehen, wie sich herbeigeeilte Passanten um das Neugeborene kümmern, bevor sich Rettungshelfer dem Säugling annehmen. Ein Mann in einem blauen Hemd befeuchtet ein Wattestäbchen mit Wasser und wischt damit über die Lippen des Kindes, um es bei Temperaturen bis zu 37 Grad vor einer Dehydration zu bewahren.

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