• 23.02.2018
  • 09:45 Uhr

Parkland-Massaker: Griff ein bewaffneter Polizist nicht ein?

Als der 19-jährige Attentäter die Schule stürmte, soll der Hilfssheriff draußen gestanden und nichts unternommen haben.

Hätte das Schulmassaker in Florida verhindert werden können? Laut Polizeichef Israel Ja.

In Florida ist nach dem Schulmassaker ein Hilfssheriff suspendiert worden, weil er während des Amoklaufs zwar vor Ort gewesen sein, aber nicht eingegriffen haben soll. Laut dem zuständigen Sheriff von Broward County, Scott Israel habe der 54-Jährige bewaffnet vor der „Marjory Stoneman Douglas High School“ gestanden, sei aber nicht hineingegangen. „Ich bin entsetzt und mir wird richtig übel“, verurteilt der Polizeichef Israel das Fehlverhalten des Beamten.

Weiter wirft Israel dem untätigen Polizisten vor, genau gewusst zu haben, dass sich zum Zeitpunkt ein Attentäter im Gebäude befand. Videoaufnahmen sollen dies belegen. Auf die Frage wie der Hilfssheriff reagieren hätten sollen, antwortete Israel: „Reingehen und den Todesschützen konfrontieren. Den Todesschützen töten.“

Laut der Washington Post soll der 54-Jährige seit 2009 für die Sicherheit der Schule verantwortlich gewesen sein. Er soll inzwischen ein Amt niedergelegt haben. Ihm droht jetzt ein Untersuchungsverfahren, wie auch zwei weiteren Polizisten. Sie sollen ernst zu nehmenden Hinweisen auf den Attentäter Nicolas Cruz nicht nachgegangen sein.

  • 21.02.2018
  • 08:07 Uhr

Florida: Parlament lehnt schärfere Waffengesetze ab

Die anwesenden Schüler aus Parkland brachen in Tränen aus.

Das Abstimmungsergebnis war ein Schock für die Schüler aus Parkland.

Eine Woche nach dem Massaker an einer High School in Parkland, bei dem der 19-jährige Nikolas Cruz 14 Schüler und drei Erwachsene mit einer halbautomatischen Waffe tötete, hat das Parlament von Florida ein schärferes Waffenrecht abgelehnt – mit deutlichen 71:36 Stimmen. Ein Verbot bestimmter halbautomatischer Gewehre und großer Magazine wird es also nicht geben.

Auf der Tribüne des Parlaments in Tallahassee brachen die mit einem Bus angereisten Schüler der betroffenen Schule in Tränen aus. „Wenn es wieder ein Massaker gibt, wird es Ihre Schuld sein“, so die 16-jährige Sheryl Acquaroli an die Abgeordneten gerichtet. „Sie hatten heute die Chance, damit aufzuhören.“

Vor der Abstimmung waren die Teenager zuversichtlich: „Wir sind hier, um sicherzustellen, dass so etwas nie wieder passiert“, sagte einer von ihnen. Und: „Ich gehe nicht zurück zur Schule, bis die Gesetzgeber und der Präsident dieses Gesetz ändern.“

Präsident Donald Trump deutete an, zumindest Waffenaufsätze verbieten lassen zu wollen, mit denen sich halbautomatische Waffen zu vollautomatischen umrüsten lassen. Heute will er sich im Weißen Haus mit Schülern und Lehrern treffen, darunter auch Menschen der betroffenen High School in Parkland sowie Betroffene der Amokläufe von Columbine und Newton.

In Columbine töteten Eric Harris und Dylan Klebold 1999 zwölf Schüler, einen Lehrer und sich selbst. In Newtown erschoss Adam Lanza 2012 erst seine Mutter und dann an der Sandy Hook Grundschule 20 Kinder, sechs Angestellte und sich selbst.

  • 15.02.2018
  • 13:38 Uhr

Er wirft sich schützend vor seine Schüler und stirbt

Im Netz wird Aaron Feis jetzt als Held gefeiert.

Aaron Feis rettete unter Einsatz seines Lebens das seiner Schüler.

Als Nikolas Cruz an der Marjory Stoneman Douglas High School um sich feuert, stellt sich einer dem 19-Jährigen mutig in den Weg: Aaron Feis, Trainer der Football-Mannschaft, stellt sich schützend vor seine Schüler, mindestens ein Mädchen nimmt er aus der direkten Schusslinie  – und bezahlt selbst mit seinem Leben.

Neben seiner Tätigkeit als Sportlehrer arbeitete Feis auch als Sicherheitsbeauftragter an der High School. Er habe seine Rolle, die Schüler zu beschützen, sehr ernst genommen, sagt ein ehemaliger Schüler dem „Miami Herold“. „Er starb als Held und wird für immer in unseren Erinnerungen und Herzen sein“, schreibt sein Team auf Twitter:

 

© 2018 RTL II News | Alle Rechte vorbehalten.

Cookies erleichtern unter anderem die Bereitstellung unserer Dienste und helfen uns bei der Ausspielung von redaktionellen und werblichen Inhalten sowie der Analyse des Nutzerverhaltens. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Mehr Infos zum Datenschutz

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close