• 05.10.2017
  • 10:02 Uhr

Güterzug-Sog reißt Kind aus Kinderwagen – tot

Das einjährige Mädchen erlag seinen Verletzungen.

Im österreichischen Puch bei Hallein ist es am Mittwochmorgen zu einem tragischen Unfall gekommen. Ein vorbeifahrender Güterzug erzeugte am Bahnhof Puch einen so starken Sog, dass ein Kinderwagen durch die Luft geschleudert wurde.

Das einjährige Mädchen, das angeschnallt in dem Wagen saß, wurde herausgerissen und auf den Bahnsteig geschleudert. Es erlag seinen schweren Verletzungen im Krankenhaus.

Die 24-jährige Mutter stand mit ihren beiden Kindern am Bahnsteig und kümmerte sich beim Durchfahren des Güterzuges gerade um ihren dreijährigen Sohn.

Güterzüge können mit bis zu 100 km/h durch Bahnhöfe fahren. Der genaue Ablauf des Unfalls wird jetzt ermittelt.

Ähnlicher Fall schon 2015

Auch im April 2015 hat es in Österreich bereits einen ähnlichen Unfall gegeben. Am Linzer Bahnhof Ebelsberg hatte eine Mutter ihren Buggy am Bahnsteig abgestellt, als der Fahrtwind eines Güterzuges den Kinderwagen erfasste.

Der Buggy wurde mit dem darin sitzenden Kleinkind auf die Gleise geschleudert. Das eineinhalbjährige Mädchen wurde überrollt und war sofort tot. Die Mutter wurde damals bei einem Prozess im Dezember zu drei Monaten bedingter Haft verurteilt – sie hatte die Bremse des Kinderwagens nicht angezogen. Außerdem sei sie während der Güterzug per Lautsprecher angekündigt wurde, an einem Fahrkartenautomaten gewesen und nicht zurück zum Bahnsteig gegangen.

Sie wurde wegen fahrlässiger Tötung schuldig gesprochen.

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