• 17.07.2017
  • 15:19 Uhr

Arizona: Sturzflut tötet neun Menschen

Sturzfluten gehören zu den gefährlichsten Naturgewalten im Südwesten der USA.

Die Fluten kommen ganz plötzlich und unerwartet: Im Tonto-Nationalpark in Arizona kühlte sich eine Familie an einem beliebten See ab. Auf einmal kamen die Wassermassen und rissen mindestens neun Menschen in den Tod. Darunter auch fünf Kinder. Rettungsteams und ein Hubschrauber suchen derzeit noch nach einem 27-Jährigen, der vermisst wird.

„Ein Zeuge sagte, dass sie zuerst ein gewaltiges Getöse hörten. Und das nächste an das sie sich erinnern, ist das Wasser und Geröll über ihnen und dass sie um ihr Leben kämpfen mussten,“ sagte Feuerwehrchef Jon Sattlemaier.

Nach offiziellen Angaben gehören alle Toten zu einer Gruppen von Familienmitgliedern und Freunden. Die Sturzflut hat einige der Leichen weggespült, sodass sie erst Kilometer weiter im Flussbett gefunden wurden.

13 Kilometer flussaufwärts hatte es stark geregnet. Von dem Gewitter bekam die Gruppe unten am See aber nichts mit. Die Wassermassen rauschten zu dem Gewässer runter und überraschten die Badenden.

Solche Fluten sind im Südwesten der USA leider keine Seltenheit. „So eine Sturzflut gibt es jedes Jahr zur Regenzeit. Bis jetzt hatten wir nur Glück, dass so etwas Tragisches noch nicht passiert ist“, sagte Sattlemaier.

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