• 14.07.2017
  • 19:20 Uhr

Messerattacke in Hurghada möglicherweise im Auftrag des IS

Der Angreifer war von einem öffentlich zugänglichen Küstenstreifen aus an den Hotelstrand geschwommen.

Der Messerangreifer, der am Freitag an einem Strand in dem beliebten Urlaubsort Hurghada am Roten Meer zwei deutsche Frauen getötet hat, könnte dem IS (Islamischer Staat) angehören. Das erfuhr die Deutsche Presseagentur am Samstag aus Sicherheitskreisen in Kairo. Der Student aus dem Norden Kairos soll über das Internet Kontakt mit dem IS gehabt haben und erhielt so vermutlich auch den Auftrag, gezielt Ausländer anzugreifen. Eine offizielle Bestätigung zu diesen Angaben gab es aber bisher noch nicht und die ägyptische Anwaltschaft für Staatssicherheit erklärte, es sei noch nicht klar, ob es sich um einen Terrorakt oder eine kriminelle Tat gehandelt habe. Auf Spekulationen und voreilige Schlussfolgerungen sollte möglichst verzichtet werden.

Laut einem Bekannten der getöteten Frauen waren diese keine Urlauberinnen. Angeblich lebten sie dauerhaft in Hurghada. Er habe die beiden persönlich gekannt, erklärte der ehemalige deutsche Honorarkonsul Hurghadas, Peter Jürgen Ely, am Samstagmorgen der dpa. Der Angreifer ist offenbar mit dem Messer an den Strand geschwommen und attackierte dort die Frauen. Er sei festgenommen worden.

Außenminister Sigmar Gabriel hat den tödlichen Messerangriff als „feiges Verbrechen“ verurteilt. Er sei „sehr bestürzt“ verbreitete das Auswärtige Amt über Twitter. Gabriel schrieb: „Mein tiefes Beileid den Familien der Ermordeten“.

Außerdem wurden am Freitag in der Nähe von Kairo fünf Polizisten bei einem Angriff auf einen Kontrollpunkt getötet. Maskierte Angreifer hätten die Polizisten am Morgen in der Provinz Gizeh in Al-Badraschein rund 40 Kilometer südlich der Hauptstadt Kairo beschossen, hieß es aus Sicherheitskreisen. Zwei Polizisten und drei Rekruten seien getötet worden. Zunächst bekannte sich niemand zu diesem Angriff.

Seit dem Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi im Jahr 2013 kommt es in Ägypten immer wieder zu Angriffen auf Sicherheitskräfte.

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