• 05.08.2017
  • 16:33 Uhr

Nach Krim-Auftritt: Scooter droht Knast

Wegen eines Auftritts der Technoband auf der Schwarzmeerhalbinsel haben die ukrainischen Behörden Ermittlungen eingeleitet.

Deutschland werde gebeten, bei einer Befragung der Band Rechtshilfe zu leisten, berichtete die Agentur Unian. Scooter drohen demnach bis zu acht Jahre Haft. Die illegale Einreise auf die 2014 von Russland annektierte Krim sei „ein Verbrechen mit schwerwiegenden rechtlichen Folgen“, sagte der ukrainische Botschafter Andrej Melnyk der Funke-Mediengruppe. Er bestätigte, ein Strafverfahren sei eingeleitet worden. „Das ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine gravierende Straftat, die weltweit geahndet wird.“

Die Ukraine betrachtet Reisen auf die Krim über Russland als Verletzung ihrer Grenzen. Zudem lässt sie Künstler nicht einreisen, die seit 2014 auf der Krim aufgetreten sind. Beim Eurovision Song Contest in Kiew im Mai durfte deswegen die russischen Kandidatin Julia Samoilowa nicht einreisen.

Scooter war am Freitagabend als Headliner bei dem Musikfestival ZBFest nahe Sewastopol aufgetreten. Die Fans hätten die Band ausgelassen gefeiert. Frontmann H.P. Baxxter verabschiedete sich mit den Worten: „Spasibo, Crimea! See you next time“ (Danke, Krim! Bis zum nächsten Mal).

 

  • 16.06.2017
  • 17:47 Uhr

Scooter wollen auf der Krim auftreten

Die Band erntet dafür heftige Kritik.

Ein geplantes Konzert der Techno-Band Scooter sorgt gerade für jede Menge Aufregung und das nicht im positiven Sinne. Frontman H.P. Baxxter und seine Band-Kollegen planen in diesem Sommer bei einem Festival auf der ukrainischen Halbinsel Krim aufzutreten, die 2014 gewaltsam von Russland übernommen wurde – aus Sicht des Westens völkerrechtswidrig. Dafür hagelt es jetzt Kritik von Fans und Politikern.

Er würde damit auf „Putins Seite stehen“, wettert zum Beispiel die Grünen-Politikerin Rebecca Harms. „Die Leute von Scooter sollten wissen, dass Künstler und Bürgerrechtler von der Krim zu jahrzehntelanger Lagerhaft in Sibirien verurteilt wurden“, so Harms. Der Auftritt der Band würde dazu dienen, die schlimmen Menschenrechtsverletzungen auf der Krim zu übertünchen. Müssen Künstler oder auch Sportler sich solche politischen Fragen stellen? Mehr dazu im Video!

H.P. Baxxter verteidigt jedenfalls den geplanten Auftritt: „Wir haben die Anfrage bekommen und spielen da im Rahmen eines Festivals. Wir sehen das als rein musikalisches Event, wir spielen für unsere Fans. Wir wollen und werden uns politisch nicht vereinnahmen lassen.“

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