• 17.06.2017
  • 17:28 Uhr

4-Jähriger überlebt fünf Tage in der russischen Wildnis

Der Junge ernährte sich von Gras und trank Wasser aus einem Sumpf.

Der Junge hatte sich in einem russischen Waldgebiet verlaufen und harrte fünf Tage dort aus.

Dima Peskocv machte gerade Camping-Urlaub mit seinen Eltern im Ural (Russland). Offenbar hatte sich der Vierjährige dann aber während eines Picknicks zu weit vom Lagerplatz entfernt – und verlief sich prompt. Eigentlich sollte er nach dem gemeinsamen Holzhacken mit seinem Vater zurück zur Mutter gehen, kam aber dann vermutlich vom Weg ab.  Aber der Junge verschwand nicht etwa nur für ein paar Stunden, sondern gleich für volle fünf Tage.

Eine verzweifelte Suche, die in keinem Thriller besser dargestellt werden könnte, begann. 500 Hilfskräfte, Fährtensucher, Taucher und Drohnenpiloten machten sich auf den Weg, um Dima zu finden. Einige Fischer hatten ihn zwischendurch unbekümmert entgegengesetzt der Richtung des Campingplatzes laufen sehen. Zwischendurch brach ein Sturm los, der eine weitere Suche unmöglich machte. Durch einen Zufall kletterte ein Helfer ein paar Tage später auf den Ast eines umgefallenen Baumes und entdeckte in dem Loch, dass der Baum hinterlassen hatte, die kleine zusammengerollte Gestalt, etwa sieben Kilometer entfernt von dem Zeltplatz.

Der Junge war er übersät von Zecken und Mückenstichen, halb verhungert und verdurstet und erkrankt an einer Lungenentzündung. Aber er lebt! Und das grenzt an ein Wunder, schließlich befinden sich in dem weitläufigen Waldgebiet auch Wölfe und Bären, besonders in dem Reservoir, in dem er gefunden wurde.

Dimas gesamte Kleidung war in Fetzen gerissen. Anfangs konnte er nicht sprechen, nur stöhnen und nicken. Nach und nach erzählte er dann, wie er überleben konnte. Offenbar hatte er während der ganzen fünf Tage Gras gegessen und Wasser aus Pfützen und aus einem dreckigen Sumpf getrunken, berichten seine Eltern der „Sibiran Times“.

Das Verschwinden des Jungen hatte sich in der vergangenen Woche zu einem nationalen Drama in Russland entwickelt, nicht allein wegen des anfänglichen Verdachts, dass die Eltern etwas mit dem Verschwinden ihres Kindes zu tun haben könnten und es womöglich getötet und im Wald verscharrt haben könnten.

Dima wurde in ein Krankenhaus in Ekaterinburg geflogen. „Er ist komplett erschöpft“ so der Vater von Dima. „Ich kann meine Dankbarkeit an die Helfer gar nicht in Worte fassen“.

 

 

 

 

 

 

 

 

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