• 01.03.2018
  • 09:52 Uhr

SPOT: Wird’s ein Anlage-Hit?

Spotify will an die Börse und Milliarden einsammeln.

Kommt Musik in die Aktie? Spotify will es wissen.

Und ab geht die Post! Der Musik-Streamingdienst Spotify hat einen mit Spannung erwarteten Börsengang auf den Weg gebracht. Dafür reichte das schwedische Unternehmen bei der US-Börsenaufsicht SEC die nötigen Papiere ein. So weit, so normal.

Beim Austeilen der Aktien geht Spotify einen besonderen Weg. So spielen große Investmentbanken wie Goldman Sachs und Morgan Stanley keine große Rolle. Normalerweise betreuen die die Aktienausgabe und das Preisbildungsverfahren für die Börsenneulinge.

Ohne Investmentbanken sparen die Schweden Geld. Das Verfahren ist aber brisant, weil auf diese Weise eigentlich nur kleine Unternehmen an die Börsen gehen. Aber jetzt wirft auch Spotify auf einen Schlag seine Aktien einfach so auf den Markt und ist dabei doch großer Fisch.

Denn die Profis rechnen mit einem Börsenwert von satten 20 Milliarden Dollar. Wann der Börsenstart steigt, wie viele Papiere ausgeteilt werden, das ist noch offen.

Wieviel steht auf dem Spiel?

Für die angepeilten Einnahmen hat Spotify zunächst ein Betrag von bis zu einer Milliarde Dollar angegeben. Das ist aber nicht mehr als ein „Platzhalter“. Sicher will der Streamingdienst mehr einstreichen.

Wie findet man künftig die Aktie auf dem Kurszettel? Nun, Spotify will seine Aktien an der New Yorker Börse unter dem Symbol „SPOT“ notieren lassen. Ist doch nett.

Taugt die Aktie etwas?

Das hängt natürlich von der Verfassung und den Aussichten des Unternehmens ab. Der Musik-Streamingdienst hat im vergangenen Jahr den Umsatz auf 4,09 Milliarden Dollar gesteigert. Allerdings ist der laufende Betriebsverlust gewaltig: 378 Millionen Dollar im vergangenen Jahr. Das ist natürlich ein Bocken!

Ein weiteres Risiko für Anleger könnte zudem die Klage eines Musikverlags sein, der mindestens 1,6 Milliarden Dollar Zahlungen für Songautoren erstreiten will.

Wissenswertes zum Streaming-Business

Spotify ist die Nummer eins im Geschäft mit Musik-Streaming. Das Procedere kennt ihr: Musik wird direkt aus dem Netz abgespielt – und eben nicht erst auf’s Endgerät heruntergeladen. Spotify ist in 61 Ländern vertreten. Neben den 71 Millionen zahlenden Abo-Kunden hören 159 Millionen Nutzer gratis mit.

Und die Konkurrenz? Die Nummer zwei im Geschäft mit Musik aus dem Netz, Apple Music, kommt auf 36 Millionen Abo-Kunden. Die Kalifornier verzichten im Gegensatz zu Spotify auf eine Gratis-Version mit Werbung. Das Wachstum ist aber stärker. So könnte Apple Music nach Einschätzung von Experten zumindest im US-Markt Spotify zum Sommer überholen.

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