• 22.12.2017
  • 16:54 Uhr

Winztelefone groß im Kommen!

In Großbritannien erfreuen sich die Geräte bereits großer Beliebtheit – vor allem in Gefängnissen.

Dieser Mini ist nicht nur unschuldig-witzig. Sondern auch ganz leicht in den Knast geschmuggelt.

Wie süüüß! Und es ist kein Spielzeug. Dieses Handy soll voll funktionstüchtig sein. Okay, internetfähig ist es nicht. Aber SMS kann man schreiben und empfangen. Es kommt vom chinesischen Hersteller Zanco, heißt Tiny T1, misst 46,7 mal 21 mm und ist damit in etwa so groß wie ein USB-Stick. Gewichtmäßig fallen gerade einmal 13 Gramm an.

 

 

Das Handy soll bis zu 300 Telefonnummern und 50 SMS-Nachrichten speichern, außerdem soll es Bluetooth unterstützen und über einen Micro-USB-Anschluss geladen werden. Damit lässt sich einiges anfangen, wenn nur die Tastatur nicht so winzig wäre…

Aber das muss bei einem „Winzphone“ nun mal hingenommen werden. In dieser Sparte tummeln sich einige Anbieter. Sucht einfach unter „Minitelefone“ im Netz und ihr werdet fündig. Mit dem „Zanco Z1“ ist die Miniaturisierung nun noch weiter vorangeschritten.

Ab Mai 2018 soll es zu haben sein. Die Finanzierung ist per Kickstarterkampagne erfolgt und hat das angepeilte Ziel erreicht.

Das ideale Knastphone

Aber wozu braucht man diesen Winzling? Als Zweitphone, ideal zu transportieren beim Joggen? Oder ist es doch hauptsächlich als „Beat the BOSS“-Handy gefragt? Mit diesem Slogan werden in Großbritannien Minitelefone übers Netz vertrieben, die man besonders leicht in Gefängnisse schmuggeln kann. BOSS steht nämlich für „Body Orifice Security Scanner“, an dem unerkannt vorbei muss, wer illegale Gegenstände aus Metall in den Knast schaffen will.

Gängige Winztelefone sind momentan bis zu acht Zentimeter lang und werden häufig im Enddarm oder der Vagina hinter Gitter gebracht. Das T1 misst gerade mal fünf Zentimeter. Der Transport wäre noch einfacher.

Der britische Justizminister David Lidington schlug dieser Tage Alarm. Er rief Amazon und Ebay auf, den Verkauf von Miniatur-Handys zu unterbinden. In UK-Gefängnissen sind diese Geräte ein großes Problem. Im vergangenen Jahr sammelten die Beamten 7.000 SIM-Karten und 35 Telefone ein – pro Tag!!! Mit dieser Masse an Kommunikationstechnik organisieren die Insassen ihre kriminellen Netzwerke draußen, jedenfalls befürchten das die britischen Behörden.

Neben dem gewünschten Verkaufsstop und den BOSS-Einsatz hat der Justizminister noch einen Pfeil im Köcher: So ist ein Gesetz in Arbeit, über das der Handyfunk in Gefängnissen auf Provider-Ebene blockiert werden könnte. Also Funkloch im Strafvollzug und kein Anschluss unter dieser Nummer…

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