• 11.10.2017
  • 15:01 Uhr

Facebook-Chef Zuckerberg erntet Shitstorm

Darf man mit Bildern aus Katastrophengebieten Werbung machen?

Mark Zuckerberg erntet Shitstorm

Na, diese kleine Werbeaktion ging wohl nach hinten los.

Mark ‚Facebook‘ Zuckerberg wollte seine Fans mit auf einen virtuellen Ausflug nehmen und ihnen zeigen, was mit seinem Virtual-Reality-Headset „Oculus Rift“ so Cooles geht. Und so ‚beamte‘ er sich mit Mitarbeiterin Rachel Franklin nach Puerto Rico, eben dorthin, wo am 16. September der Wirbelsturm „Maria“ Chaos anrichtete und Dutzende Menschen ums Leben kamen.

Die Idee dahinter war mit Sicherheit keine böse: Eigentlich wollte Zuckerberg über die Partnerschaften zwischen Facebook und verschiedenen Hilfsorganisationen vor Ort sprechen. Einige User haben das Facebook-Live-Video aber ziemlich negativ aufgenommen und dementsprechend kommentiert:

 

„Mark Zuckerberg spricht über die schreckliche Situation in Puerto Rico als AR-Zeichentrickfigur.

Es fühlt sich an, als wären wir mittendrin.

Beende mein Leben.“

Ein Negativ-Highlight im Clip: Im Hintergrund sieht man gerade Arbeiter, die versuchen, die Schäden von „Maria“ zu reparieren, als Zuckerberg davon spricht, wie magisch Virtual Reality ist, „sonst ist es ja nicht so einfach, an solche Orte zu kommen“. Dann ein High-Five.

FacebookJannes Giessel | RTL II News
Facebook

Autsch. Der Tech-Blog „The Next Web“ nennt das Ganze sogar „Die Spitze der Geschmacklosigkeit“.

Mark Zuckerberg hat sich mittlerweile entschuldigt. In den Kommentaren bei Facebook unter dem VR-Video schreibt er:

„One of the most powerful features of VR is empathy. My goal here was to show how VR can raise awareness and help us see what’s happening in different parts of the world. I also wanted to share the news of our partnership with the Red Cross to help with the recovery. Reading some of the comments, I realize this wasn’t clear, and I’m sorry to anyone this offended.“

Übersetzt: „Eines der wichtigsten Features von VR ist Empathie. Mein Ziel war es zu zeigen, wie VR die Achtsamkeit zu erhöhen und uns hilft zu sehen, was in anderen Teilen der Welt passiert. Ich wollte außerdem die News über unserer Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz für den Wiederaufbau der Region bekannt geben. Beim Lesen einiger Kommentare hier aber habe ich realisiert, dass das nicht deutlich geworden ist und es tut mir leid, wenn ich jemanden damit verletzt haben sollte.“

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