• 03.08.2017
  • 20:01 Uhr

„Der Gipfel der Unanständigkeit“

Der 222-Millionen-Rekordtransfer im Profifußball wirft kritische Fragen auf.

Bye, bye Barca: Neymar soll sich von seinen Teamkameraden bereits verabschiedet haben.

Der Wechsel Neymars vom FC Barcelona zu Paris Saint-Germain ist in trockenen Tüchern. Ein gesetzlicher Vertreter des 25-Jährigen bezahlte die festgelegte Ablösesumme von 222 Millionen Euro an seinen bisherigen Club Barcelona. Der Weg für den brasilianischen zum Scheich-Club PSG  ist somit frei.

 Zuvor hatten die spanische Liga und ihr Boss Javier Tebas die Annahme des Ablöse-Schecks medienwirkam zurückgewiesen und Paris Saint-Germain Verletzung des Financial Fairplays vorgeworfen. Die UEFA versicherte auf Anfrage: „Alle Vereine in Europa müssen die Regeln des Financial Fairplays respektieren und zeigen, dass sie nicht höhere Verluste als 30 Millionen Euro in drei Jahren haben.“ Neymar zahlte die 222 Millionen Euro schwere Ausstiegsklausel aus eigener Tasche und holt sich die Kohle ganz einfach über einen Sponsorenvertrag zurück. So würde PSG die Financial Fairplay-Regeln faktisch umgehen.

In Frankreich löste der sich anbahnende Wechsel Neymars nicht nur Euphorie sondern auch Empörung und Unverständnis aus. „Im Fußball gibt es seit einiger Zeit Unanständigkeit. Und hier wird ein Gipfel erreicht“, schrieb „Le Journal de la Haute-Marne“. Es handle sich vor allem um ein Marketingobjekt, für das die Katarer an der Spitze des neuen Vereins von Neymar teuer bezahlen würden, kommentierte das Journal.

Unglaubliche Dimensionen, für die der Trainer des Bundesligisten SC Freiburg, Christian Streich, kritische Worte fand. Angesprochen auf die Causa Neymar reagierte er so:

© 2017 RTL II News | Alle Rechte vorbehalten.