• 30.07.2017
  • 15:28 Uhr

Fahrradschloss-Test: Bei diesen Modellen klemmt’s!

Mängel bei Aufbruchsicherheit und gefährliche Schadstoffe schlagen negativ zu Buche.

Wer sein Fahrrad liebt, der schiebt. Und wer es wirklich so sehr liebt, der sichert es auch besser dementsprechend. Denn das Thema Fahrradklau ist allgegenwärtig: Für eine kurze Stichprobe reicht meist ein kurzer Blick in den Facebook-Feed oder ein Plausch mit Kollegen auf der Arbeit. Irgendwer findet sich immer oder kennt zumindest irgendjemanden, dessen „bestes Stück“ gestohlen wurde. Beim Kauf eines Fahrradschlosses auf Qualität und nicht nur auf den Preis achten, rät die Polizei Berlin. Und mit der Qualität ist das so eine Sache, wie jetzt eine Untersuchung von „Stiftung Warentest“ zeigt.

In einem aktuellen Test fielen von 20 Fahrradschlössern neun mit „mangelhaft“ durch. Fünf Schlösser bekamen immerhin noch ein „befriedigend“ und eines schnitt mit „ausreichend“ ab.

Was besonders überrascht: Einige Modelle konnten in Sachen Aufbruchsicherheit zwar punkten, dass sie im Ranking dennoch abgestraft wurden, hing mit einem Schadstoffproblem zusammen. Dabei wiesen die betroffenen Modelle an Griffen und Ummantelungen „krebserregende oder krebsverdächtige“ Schadstoffe in kritischen Mengen auf. Mit dem „Sekura KB404“ und dem „OnGuard 8000 Brute LS“ sind damit sogar zwei Wiederholungstäter, die schon 2015 mit gesundheitsgefährdenden Stoffen aufgefallen waren.

Unter den fünf mit „gut“ bewerteten Schlössern sind dabei vier Bügelschlösser:

  1. Bügelschloss „Trelock BS 650“ (Preis circa 73 Euro)
  2. Bügelschloss „Kryptonite Evolution 4 LS“ (Preis circa 85 Euro)
  3. Bügelschloss „Decathlon BTwin 920“ (Preis circa 30 Euro)
  4. Bügelschloss „Abus Granit Plus 640/135HB2 30 TexKF“ (Preis circa 97 Euro)
  5. Kettenschloss „Abus Granit City-Chain X Plus 1060“ (Preis circa 160 Euro)

 

Wer es den Fahrraddieben so schwer wie möglich machen möchte, dem empfehlen die Tester eine Kombination aus einem Bügelschloss und einem zweiten Schloss einer anderen Bauart. Wer dabei allerdings an ein praktisches Faltschloss denkt, muss wissen, dass vier von fünf im Test in puncto Aufbruchsicherheit mit „mangelhaft“ bewertet wurden.

Hier noch ein paar Tipps, die jeder Fahrradliebhaber beherzigen sollte:

  • Das Rad möglichst nur an belebten und gut einsehbaren Orten anschließen
  • Das Rad möglichst nur an stabilen Befestigungsmöglichkeiten anschließen, damit es nicht weggetragen werden kann
  • Wenn möglich sollten teure Anbauteile vor dem Anschließen entfernt werden
  • Eine individuelle Kennzeichnung des Rades kann Langfinger abschrecken
  • Die Rahmennummer notieren und am besten einen Fahrradpass nutzen

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