• 13.06.2018
  • 08:35 Uhr

Voll im Trend! Wie sexy sind Brusthaare?

Der perfekt glatte, überstylte Prototyp der 90er ist out.

Jason Statham ist ein gutes Vorbild, was eine schöne Brustbehaarung angeht.

Auf 2,5 Zentimeter bringt es ein Brusthaar im Schnitt. Davon dürften diesen Sommer deutlich mehr zu sehen sein – denn Brustbehaarung liegt im Trend. Hier ist aber nicht die Rede von Wildwuchs. Männer sollten dennoch zeigen, dass sie Wert auf ihr gepflegtes Äußeres legen.

Die Zeiten metrosexueller Glätte à la David Beckham sind also vorbei. „Aktuell bewegen wir uns in eine neue Hippie-Ära. Der perfekt glatte überstylte Prototyp der 1990er Jahre trifft endgültig nicht mehr den Modegeschmack“, sagt Constantin Herrmann, Beauty-Director des Stil-Magazins „GQ Gentleman’s Quarterly“.

„In den kommenden Jahren werden viele ästhetische Elemente der späten 60er und frühen 70er Jahre wiederkehren.“ Heißt: Es wird auch wieder mehr Körperhaar kommen. „In Werbung, Filmen und – wenn man das Glück eines regelmäßigen Haarwuchses hat – auch auf der eigenen Brust.“

 

And here's our #MCM 😍💕 #BradleyCooper

A post shared by Bradley Cooper (@bradleycooper_original) on

 

Wildwuchs wie einst bei Tom Selleck, was optisch an ein plattgelegenes Meerschweinchen erinnert, ist aber auch nicht angesagt. „Männer sollten zeigen, dass sie sich Mühe geben“, sagt Psychologin Ada Borkenhagen. „Sie dürfen nicht einfach Matte tragen.“

Auch die Hersteller von Rasierern und Zubehör stellen einen „Trend zur Individualität“ fest, wie es von Braun und Gillette heißt. „Der eine mag das Brusthaar eher getrimmt, während der andere eine glatte Brust bevorzugt.“ Das Thema Körperrasur sei zu einer Frage des Lifestyles geworden und mittlerweile ein fester Bestandteil der männlichen Pflege-Routine.

 

New tattoo idea. What do you reckon?

A post shared by Robbie Williams (@robbiewilliams) on

 

Laut einer repräsentativen Studie, die Borkenhagen mit Kollegen für die Uni Leipzig gemacht hat, entfernten 2016 zwölf Prozent der Männer Haare am Oberkörper. Vor allem in der Gruppe der 25- bis 34-Jährigen. Dort war es mehr als ein Viertel (27,7 Prozent).

Gillette verweist auf eine eigene Studie, wonach 56 Prozent der deutschen Männer ihren Körper enthaaren. Viele machten das nicht nur aus ästhetischen Gründen, sondern auch aus hygienischen: „Schweiß, Hautzellen und schlechte Gerüche setzen sich im Körperhaar fest und lassen die Frische schnell verschwinden.“

 

A post shared by Jason Statham (@jasonstatham) on

 

Wenn nun das Brusthaar wieder sprießt, sieht Borkenhagen darin eine Art Gegentrend: Auf das recht androgyne Äußere mit jünglingshafter Glattheit folgte zuerst der Bart, nun das Brusthaar. „Das kommt aus der Schwulenszene, wird aber inzwischen auch bei heterosexuellen Männern schick.“ Tendenziell folgten eher Männer in Großstädten der Mode zum gestutzten Brusthaar.

Ein Revival des Rückenhaars droht ihrer Einschätzung nach übrigens nicht: „Das erinnert zu sehr an Affen“, meint die Expertin. „Dann ist die Grenze zwischen den Arten nicht mehr gewährleistet.“

 

A post shared by Jason Statham (@jasonstatham) on

 

Nichtsdestotrotz gibt es beim Thema Brusthaar einiges zu beachten. Ein durchschnittliches Brusthaar werde ungefähr 2,5 Zentimeter lang, sagt „GQ“-Stilexperte Herrmann. „Wer die Länge an sich mag, braucht nicht zu trimmen.“

Ansonsten trage Mann Brusthaar länger als auf dem Bauch, idealerweise kürzer als zwei Zentimeter. Die Schultern bleiben in jeder Version völlig haarfrei. Auch die Brustwarzen sollten gerne freigehalten werden. „Zugewuchert wirken sie unsexy.“

 

. That’s gotta feel good! 😈🔥😍 #BradleyCooper

A post shared by Bradley Cooper (@bradleycooper_original) on

 

Wer ein Vorbild sucht, werde bei Schauspielern fündig: „Bradley Cooper trägt das aktuell vielleicht schönste Brusthaar, gefolgt von Jason Statham.“

© 2018 RTL II News | Alle Rechte vorbehalten.