• 30.05.2017
  • 13:11 Uhr

Dortmund trennt sich von Tuchel

Trotz Pokalsieg und direkter Qualifikation für die Champions League war der Streit nicht mehr zu kitten.

Thomas Tuchel hatte Borussia Dortmund am Samstag gegen Eintracht Frankfurt zum vierten Pokalsieg der Vereinshistorie gecoacht.

Borussia Dortmund hat sich mit sofortiger Wirkung von seinem Chef-Trainer Thomas Tuchel getrennt. Dem 43-Jährigen und BVB-Boss Hans-Joachim Watzke wurde seit längerem ein schwieriges Verhältis nachgesagt.

„An der Kürze der  Saison-Analyse kann man sich denken, wie es ausgegangen ist“, sagte  Tuchel laut „Bild“. Die Abfindung für den Erfolgscoach soll demnach 2,9 Millionen Euro betragen. Damit einhergehe, dass Tuchel gegen den Verein nicht nachtrete.

Bei Twitter bedankte sich Tuchel für „zwei schöne Jahre“ beim BVB, bedauerte jedoch auch die Entscheidung.

 

 

Borussia Dortmund gab in einem Statement an, dass „keinesfalls eine Meinungsverschiedenheit zwischen zwei Personen“ ursächlich für die Trennung gewesen sei. Dies sei vielmehr das Ergebnis eines „längeren Prozesses“. Hier findet ihr die vollständige Erklärung im Wortlaut:

 

  • 28.05.2017
  • 16:43 Uhr

Dortmund feiert – und gibt Rätsel auf

Der BVB gewinnt den Pokal und muss sich dennoch mit einer Trainer-Debatte herumschlagen.

Feierte mit dem BVB seinen ersten Titelgewinn: Thomas Tuchel.

Pokalsieg und die direkte Qualifikation für die Champions League in der Tasche – eigentlich müsste beim BVB nach dem 2:1-Triumph über Eintracht Frankfurt alles im Lack sein, wäre da nicht die Debatte um die Zukunft von Trainer Thomas Tuchel.

Zwar fiel die Umarmung zwischen Tuchel und BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke dem Anschein nach herzlich aus, doch die Zeichen stehen wohl auf Trennung. Den Rückhalt der Anhängerschaft genießt der vertraglich bis 2018 gebundene Trainer jedenfalls noch. Nach Abpfiff erschallten im Berliner Olympiastadion lautstarke „Thomas Tuchel“-Sprechchöre.

„Jetzt werden wir auf jeden Fall ein paar Tage feiern“

Tuchel selbst glaubt auch weiterhin an eine Zukunft bei Schwarz-Gelb: „Natürlich möchte ich Trainer bleiben. Ich will meinen Vertrag erfüllen, etwas anderes habe ich nie gesagt.“ Etwas nüchterner reagierte da schon Watzke: „Im Prinzip hat sich nichts geändert: Wir werden reden und dann werden wir sehen.“ Gleichwohl bedankte sich der BVB-Boss bei dem festlichen Sieger-Bankett bei seinem Erfolgscoach: „Lieber Thomas, das ist dein erster Titel. Darüber freue ich mich total.“

Für Irritationen auch innerhalb der Mannschaft sorgte Tuchels Entscheidung, Nuri Sahin aus dem 18er-Kader fürs Endspiel zu streichen. Kapitän Marcel Schmelzer sagte dazu nach dem Spiel in der ARD: „Wenn ein Spieler wie Julian Weigl ausfällt, dann ist der Einzige, der das mindestens genauso gut kann, Nuri Sahin. Deshalb war ich sehr überrascht. Die Erklärung dafür muss der Trainer geben.“

Und dennoch wollte sich die Mannschaft nicht die Partystimmung vermiesen lassen. So ging es noch in der Kabine hoch her und Kapitän Schmelzer kündigte an: „Jetzt werden wir auf jeden Fall ein paar Tage feiern.“

 

 

Nach einer langen Nacht in Berlin gehen die Feierlichkeiten heute in Dortmund weiter. Nach einem Autokorso durch die selbsternannte „Fußball-Hauptstadt“ feiern die Schwarz-Gelben auf dem Borsigplatz den vierten Pokalsieg der Vereinshistorie. Und da will sich auch der Trainer nicht verstecken: „Ich kann auf jeden Fall gut feiern – Gin-Tonic wird dabei helfen“, sagte Tuchel.

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