• 07.10.2017
  • 12:39 Uhr

Ausgebrochene Wölfe sollen eingefangen werden

Das Rudel war aus einem Gehege im Bayerischen Wald entkommen.

Im Bayerischen Wald wird heute ein neuer Versuch unternommen, ein aus einem Gehege ausgebrochenes Wolfsrudel wieder einzufangen. Sechs Tiere waren gestern aus dem mit hohen Zäunen gesicherten Gelände bei Lindberg nahe der tschechischen Grenze entkommen.

Wie der Bayerische Rundfunk berichtet, stand ein Gehegetor offen. Ermittlungen der Polizei ergaben demnach, dass das Gatter von Unbekannten manipuliert worden war. Das Motiv ist noch unklar.

 

 

Eines der Tiere bezahlte den Ausflug in die Freiheit mit dem Leben: Eine Regionalbahn erfasste und tötete einen Wolf. Die übrigen fünf Wölfe sollen nun mit Futter zurück in ihr Gehege gelockt werden. „Sollte das nicht gelingen, kommen Narkosegewehre zum Einsatz“, sagte der Leiter des Nationalparks Bayerischer Wald, Franz Leibl.

Der Abschuss der Tiere sei erst das letzte Mittel. „Wir setzen mit höchstem Personaleinsatz alles daran, die Tiere wieder einzufangen“, so Leibl weiter.

Das Rudel umfasst insgesamt neun Tiere, sechs davon entkamen aus dem Gehege. Die Nationalparkverwaltung erklärte, sie hätten ihr gesamtes Leben in menschlicher Obhut verbracht und seien in freier Wildbahn nicht lange überlebensfähig.

Eine Gefahr für Menschen stellen die Wölfe nach Auffassung von Fachleuten nicht dar. Dennoch wurde davor gewarnt, sich ihnen zu nähern oder sie zu fotografieren.

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