• 13.01.2018
  • 13:24 Uhr

Taucherin behauptet: Buckelwal rettete mich vor Hai

Doch kann das wirklich sein? Ein deutscher Walforscher ist skeptisch.

Das Video zeigt die Meeresbiologin bei ihrer Tauchexpedition.

Eine Meeresbiologin ist bei einer Tauchexpedition vor den Cookinseln im Südpazifik eigenen Worten zufolge von einem Buckelwal vor einem Hai geschützt worden. Der mehr als 20 Tonnen schwere Wal sei auf sie zugeschwommen und habe sie für etwa zehneinhalb Minuten unter anderem auf seinen Kopf gesetzt, unter seine Brustflosse gesteckt und sie in die Höhe gehoben, berichtet Nan Hauser in einem Video. In dem Moment habe sie nicht wahrgenommen, dass ein Tigerhai ganz in ihrer Nähe gewesen sei.

 

 

Der deutsche Walforscher Michael Dähne meint: „Dass ein Buckelwal mit Menschen interagiert, ist bereits häufiger beobachtet worden.“ Dass ein Buckelwal einen Menschen dabei aus dem Wasser hebt, sei aber schon etwas „sehr Spezielles“ und ihm so bislang nicht bekannt. Aus dem Video zu interpretieren, dass das Tier die Frau gezielt beschützt, bezeichnete er sogar als „schwierig“. 

Für Nan Hauser bestehen aber kaum Zweifel: Ihr Fall könne der erste bekannte sein, bei dem ein Buckelwal einen Menschen schützte. Buckelwale „haben dieses unglaubliche Verhalten, dass sie sich in eine Situation stürzen und andere Arten retten“. Auf eine Absicht und ein selbstloses, uneigennütziges Verhalten zu schließen, ist nach Ansicht von Dähne jedoch gewagt. Das Video zeige, dass die Interaktion vorrangig von der Taucherin ausgehe und nicht vom Wal. „Wir können nicht in die Köpfe von Walen schauen.“ Dass ein Landsäugetier von einem Buckelwal „beschützt“ wurde, sei bislang nicht bekannt.

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