• 18.06.2017
  • 20:12 Uhr

Flieger in Hamburg starten ohne Koffer an Bord

Alle drei Gepäckbänder waren ausgefallen. Im Video erfahrt ihr, was in so einem Fall zu tun ist.

Stellt euch vor, ihr fliegt in den Urlaub – und euer Gepäck fliegt nicht mit. Dieses Problem hatten am Samstag zahlreiche Passagiere am Helmut Schmidt Flughafen in Hamburg. Durch einen technischen Defekt fielen alle drei (!) Gepäckbänder aus. Wegen dieser Störung mussten alle Koffer für etwa drei Stunden erst zur Röntgenanlage in den Keller gebracht und dann aufwendig per Hand zu den jeweiligen Flugzeugen gebracht werden.

Damit die Flieger aber nicht verspätet los flogen, blieben einige Gepäckstücke einfach gleich am Boden. Sie sollen den betroffenen Urlaubern möglichst schnell nachgesendet werden. Abwechslungsreiche Outfits im Urlaub sind für einige Touristen aber vorerst gestrichen.

Wir haben mal mit einem Reise-Rechtsexperten darüber gesprochen, was man als Betroffener in so einem Fall tun kann und was die Airline eigentlich zahlt.

Holger Hopperdietzel erklärt: „Wenn man den Koffer am Urlaubsort oder am Ziel der Reise nicht mehr zur Verfügung hat, dann hat man Anspruch darauf, dass man Noteinkäufe vornimmt und die Kosten für die Noteinkäufe werden dann auch von der Fluggesellschaft übernommen. Das heißt, wenn der Koffer für drei, vier Tage weg ist, dann kann man so eine Grundausstattung wie Kleidung und auch Hygiene-und Toilettenartikel kaufen. Insgesamt sind 50 Euro pro Tag OK. Sachen mit Weiterverwendungswert, wie Kleidung werden nur zur Hälfte von der Airline gezahlt.

Übrigens: „Ein Reisender, der eine Pauschalreise gebucht hat und während des Fluges ist ein Gepäckstück abhanden gekommen, der kann neben der Erstattung des Zeitwertes für die verloren gegangenen Gepäckstücke, kann auch noch mal zusätzlich eine Minderung des Reisepreises verlangen, für die Dauer des Verlustes bzw. der verspäteten Auslieferung.

Mehr zum Thema im Video.

 

 

 

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