• 10.06.2018
  • 14:31 Uhr

Acht Meter langer Tierkadaver an Ostsee angespült

Der tote Buckelwal soll jetzt untersucht werden.

In Mecklenburg-Vorpommern konnten Passanten am Ostseestrand gestern ihren Augen kaum trauen. Ein acht Meter langer Tierkadaver trieb in Graal-Müritz an der Wasseroberfläche.

Das Tier sei am Samstagnachmittag vor Graal-Müritz gesichtet worden, als es dort im Wasser trieb, erklärte Timo Moritz von der Stiftung Deutsches Meeresmuseum in Stralsund am Sonntag. Bei dem toten Tier handelt es sich um einen Buckelwal. Er wurde von der DLRG und der Feuerwehr mit einem Boot aus dem Wasser gezogen.

Eine Untersuchung im Meeresmuseum Stralsund soll nun zeigen, warum der Buckelwal verendet ist. Allerdings sei das junge Tier unterernährt gewesen.

Aber was trieb das Tier zur Ostsee?  

Das rund zehn Monate alte Jungtier habe sich wahrscheinlich verirrt, sagte Timo Moritz. Denn normalerweise leben Buckelwale im Atlantik.

„Es kommt aber immer wieder vor, dass einzelne Exemplare bis nach Rügen schwimmen und sich dort mit Hering vollfressen“, so der Wissenschaftler.

 

Mit einem Boot wurde das Tier an Land geschleppt.
  • 03.06.2018
  • 11:41 Uhr

Wal grausam in Thailand verendet

In seinem Magen fanden Tierärzte über 80 Plastiktüten.

Sie wollten ihm noch helfen, doch für den Kurzflossen-Grindwal, den Tierschützer bereits am Montag in einem Kanal im Süden Thailands fanden, kam die Hilfe zu spät.

Völlig entkräftet trieb das arme Tier nur noch an der Wasseroberfläche, möglicherweise mit starken Schmerzen. Die Helfer kämpften ununterbrochen um sein Leben – hielten den Grindwal zum Atmen über Wasser, gaben ihm Infusionen, weil er nichts fressen konnte.

 

Quelle: Facebook/Department of Marine and Coastal Resources

 

Am Freitagnachmittag würgte er plötzlich eine Plastiktüte aus, dann vier weitere. Kurz darauf war er tot. Bei der Obduktion des Tieres Fassungslosigkeit unter den Meeresbiologen. Der Wal hatte 85 Plastiktüten in seinem Magen, rund 8 Kilo Plastik. Verdauung unmöglich. Er konnte schlichtweg keine Nahrung mehr aufnehmen.

 

 

Thailand ist einer der größten Verbraucher von Plastiktüten weltweit. Sie töten jedes Jahr hunderte Meerestiere, die ganz in der Nähe der Strände leben, die auch bei Touristen so beliebt sind. Darunter auch Schildkröten und Delphine. Der männliche Kurzflossen-Grindwal, der so schrecklich verendete, war das jüngste Opfer.

 

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