• 01.09.2017
  • 16:35 Uhr

Wer viel putzt, stirbt früher!

Regelmäßiges Putzen steigert das Sterberisiko, so eine Studie aus Brüssel.

Studie: Männer, die putzen, sterben früher.

Na, steht Besuch an und das Bad ist noch nicht sauber? „Kein Problem“, denken sich viele und schwingen die Chemiekeule durchs Bad: Ein bisschen Chlorreiniger, ein Schuss Entkalker- Stop! Blöde Idee. Beim Reinemachen kann man tatsächlich einiges falsch machen. Kommen zum Beispiel Chlorreiniger und Entkalker zusammen, entsteht Chlorgas und das kann die Lungenbläschen verkleben.

Eine Studie der Freien Universität Brüssel zeigt jetzt

Die Sterberate von Menschen, die in der Reinigungsbranche arbeiten, ist knapp doppelt so hoch, wie die bei Büroangestellten: Männliche Reinungskräfte haben demnach ein um 45 Prozent erhöhtes Sterberisiko, Frauen „nur“ ein um 16 Prozent höheres – Warum der Unterschied? Frauen achten offenbar schlichtweg besser auf Schutzmaßnahmen und nehmen Warnhinweise auf Verpackungen ernster.

Die Brüsseler Forscherin Laura van den Borre vermutet sogar, dass das Risiko zuhause noch größer ist. Einfach, weil dort Reinigungsmittel bedenklos eingesetzt werden. Denn – wie schon im Bad-Beispiel beschrieben: Eigentlich bedenklose Reinigungsmittel können kombiniert gesundheitsschädlich werden. Die größten Gefahren sind hierbei Lungen-, Herz- und Kreislaufkrankheiten oder sogar Krebs.

Worauf die Studie allerdings nicht so wirklich eine Antwort hat, ist auf die Frage „Warum?“

Warum ist die Sterberate bei Reinigungskräften höher? Denn Gesundheitsrisiken durch Reiniger müssen erst noch durch detaillierte Studien untersucht werden. So sei die falsche Kombination von Reinigungsmitteln eine mögliche Erklärung für das erhöhte Sterberisiko. Laut van den Borre wäre es aber falsch, allein der Chemie oder einzelnen Reiniungsmitteln die Schuld zu geben.

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