• 01.09.2017
  • 19:13 Uhr

Neue Studie zeigt: Immer mehr Schüler sind gestresst

Die Gründe: hoher Leistungsdruck, schlechte Noten oder Mobbing in den sozialen Medien.

Fast jeder zweite Schüler leidet unter Stress.

43 Prozent der Schüler leiden nach einer neuen Studie der Krankenkasse DAK unter Stress – mit Folgen für die Gesundheit. Ein Drittel der betroffenen Jungen und Mädchen klagt demnach über Beschwerden wie Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Schlafprobleme und Panikattacken. Und: Der Stress nimmt mit den Schuljahren zu. Das geht aus dem Präventionsradar 2017 der DAK-Gesundheit hervor, der heute vorgestellt wurde.

Mädchen fühlen sich nach der Studie häufiger gestresst als Jungen. Jede zweite Schülerin habe sehr oft oder oft Stress. Bei den Schülern seien dies 37 Prozent. Vier von zehn Schülerinnen hätten oft Kopfschmerzen, mehr als ein Drittel schlafe schlecht. 30 Prozent klagten regelmäßig über Rückenschmerzen, ein Viertel über Bauchweh.

Bei den Jungen gab gut ein Viertel an, häufig Kopfschmerzen zu haben. Jeweils rund 30 Prozent der Schüler schlafen demnach schlecht oder haben Rückenschmerzen, 15 Prozent haben oft Bauchweh.

Viele Kinder und Jugendliche erlebten Schule als Belastung

40 Prozent der Schüler gaben an, zu viel für die Schule zu tun zu haben. Ein solch negativer Stress wird demnach von Schüler zu Schüler unterschiedlich stark empfunden. Wie die gesundheitlichen Folgen nahelegen, wirkt er in der Regel eher langanhaltend und lässt sich nur schwer auflösen. Am ehesten durch Veränderungen im sozialen Umfeld des Schüler: Wechsel des ungeliebten Lehrers, Umdenken bei den Eltern.

Die häufigsten Ursachen für Stress bei Schülern

Sie wollen ihre Eltern nicht durch schlechte Noten enttäuschen. Auch das Essverhalten der Schüler kann für einen Stressfaktor sorgen. Nur rund die Hälfte der Schüler isst nach der DAK-Studie täglich Obst oder Gemüse. Aber 41 Prozent verzehrten täglich süße Snacks. Und ein Viertel konsumiert mehrmals pro Woche oder häufiger Fastfood, bei den Softdrinks sind es 39 Prozent.

Die Krankenkasse führte die Schulstudie mit dem Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung in sechs Bundesländern durch. Knapp 7.000 Schüler aus mehr als 400 Klassen der Jahrgangsstufen fünf bis zehn wurden repräsentativ befragt.

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