• 31.08.2017
  • 06:15 Uhr

Mehr Polizeischutz als manche Minister

Warum die Gründerin einer liberalen Moschee in Berlin so bedroht wird.

Männer gemeinsam mit Frauen, mit oder ohne Kopftuch. Schwule, Lesben, einfach alle Muslime dürfen in die liberale Moschee kommen und beten.

Im Juni wurde die Ibn-Rushd-Goethe-Moschee in Berlin eröffnet. Seitdem hat die Gründerin Seyran Ateş über hundert Drohungen bekommen. Sowohl im Netz als auch auf offener Straße. „Es gibt einige Menschen, die sind sich darin einig, dass ich getötet gehöre“, so Ateş.

Normalerweise beten bei strenggläubigen Muslimen nur die Männer in der Moschee. Bei Seyran Ateş dürfen sogar Frauen als Imame predigen. Sie selbst trägt kein Kopftuch.

Trotz aller Kritik – die liberale Muslima glaubt an ihre Idee und will noch eine weitere, größere Moschee eröffnen: „Sie müssen begreifen dass erst durch die Gleichstellung der Geschlechter eine Demokratisierung der islamischen Länder möglich ist. Das ist der Schlüssel für eine offene Zivilgesellschaft.“

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