• 07.03.2018
  • 19:34 Uhr

Krankgeschrieben: Was darf ich und was nicht?

Was erlaubt ist, ohne gleich den Job zu riskieren, erklären wir hier.

Die Grippewelle rollt durch Deutschland. Gefühlt kennt zurzeit jeder jemanden, der zuhause flach liegt. Klar, wenn man krank ist, gehört man ins Bett. Doch bedeutet eine Krankschreibung automatisch zum absoluten Nichtstun verdammt zu sein? Nicht unbedingt, aber es gibt gewisse Dinge, die ihr beachten solltet.

Gaaaaanz wichtig und oberste Regel: Ihr dürft im Krankheitsfall nichts tun, was eurer schnellstmöglichen Genesung schaden könnte. Vielmehr seid ihr angehalten, aktiv etwas zu tun, um schnell wieder gesund zu werden.

Hier ein paar Beispiele, was krankgeschriebene Arbeitnehmer tun dürfen – und was sie lassen sollten:

  • Einen Spaziergang. Frische Luft und Bewegung tun dem Herz-Kreislauf-System gut.
  • Auch Einkaufen, die Wohnung aufräumen oder der Besuch eines Restaurants oder eines Kinos sind laut Arbeitsrechtlern grundsätzlich kein Problem. In allen Fällen gilt aber: Ihr dürft nicht explizit entgegen einer ärztlichen Weisung handeln. 
  • Von früh bis spät in der Kneipe sitzen, stellt auch ein Problem dar. Leidet ihr beispielsweise an einer Bronchitis, sind Gaststätten, in denen geraucht wird, natürlich ohnehin tabu. Und wie sähe es wohl aus, wenn ihr eurem Chef im Club oder in einer Bar in die Hände laufen würdet…
  • Und solltet ihr „Rücken haben“, aber gleichzeitig einem Freund beim Umzug helfen wollen, wäre das natürlich auch nicht unbedingt förderlich. Sprich: ein „No-Go“.
  • Sportliche Aktivitäten: Fitti, Joggen, Schwimmen & Co. – das alles muss mit dem Arzt abgesprochen werden. Mal angenommen ihr leidet unter Bluthochdruck, dann wäre Bewegung ja förderlich. Basketball spielen mit einem erst kürzlich ausgekugelten Schultergelenk hingegen kontraproduktiv. Das letzte Wort hat der Mediziner!
  • Eine Zugreise. Auch dagegen spricht erstmal nichts, vorausgesetzt sie schadet nicht eurer Genesung. Hierzu gibt es sogar ein Urteil des Hessischen Landesarbeitsgerichts, das zugunsten eines Angestellten entschied, der eine Zugfahrt auf sich nahm, um sich bei seinen Eltern auszukurieren.
  • Zu einem Vorstellungsgespräch gehen. Auch das ist möglich, sofern dies nicht den Genesungsverlauf beeinträchtigt. Hierzu urteilte das Landesarbeitsgericht Mecklenburg-Vorpommern.
  • Und in Urlaub? Auch hier muss im Einzelfall entschieden werden. Bei einem diagnostizierten Burnout ein paar ruhige Tage an der See verbringen, hilft Köper und Geist. Mit einer Grippe in den Skiurlaub fahren, könnte höchstwahrscheinlich gravierende Konsequenzen nach sich ziehen.

 

Um jeglichen Ärger (wie Abmahnung/Kündigung) mit dem Arbeitgeber zu vermeiden, solltet ihr euch UNBEDINGT in alle Richtungen absichern. Heißt: Sprecht mit eurem Arbeitgeber, Arzt und Krankenkasse und fragt im Zweifel lieber zweimal nach!

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