• 21.04.2017
  • 11:42 Uhr

Hirntumor durch Handystrahlung

Ein Gericht entschied: ein Tumor durch Handystrahlung gilt als Berufskrankheit.

Es könnte ein bahnbrechendes Urteil sein, das in einem italienischen Gericht gefällt wurde. Denn das Gericht hatte anerkannt, dass ein Gehirntumor die Folge von häufigem beruflichen Telefonieren sein kann.

Ein 57-jähriger Mann hatte geklagt, weil ein Hirntumor bei ihm festgestellt wurde. Sein Vorwurf: der Tumor sei durch das häufige berufliche Telefonieren entstanden. 15 Jahre lange soll Roberto Romero täglich drei bis vier Stunden am Handy verbracht haben. Irgendwann dann hatte er das Gefühl sein rechtes Ohr sei verstopft. Die Diagnose: ein gutartiger Tumor. Bei der Operation wurde dem Mann ein Hörnerv entfernt. Seitdem ist er auf dem rechten Ohr taub.

Dem Geschädigten sollen wegen des dauerhaften Hörschadens jetzt monatlich 500 Euro von seiner Unfallversicherung gezahlt werden.

„Weltweit hat erstmals ein Gericht die unsachgemässe Verwendung eines Handys als Ursache für einen Gehirntumor anerkannt“, so die Anwälte zu dem Fall. Zwar wurde der Richterspruch bereits am 11. April gefällt, doch erst jetzt wurde der Fall öffentlich.

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