• 19.03.2017
  • 16:15 Uhr

Indonesien: Wie Delfine im Zirkus gequält werden

Minutenlang müssen die Tiere auf dem Trockenen ausharren.

Neue Aufnahmen aus Indonesien zeigen, wie Delfine dort in Wanderzirkussen leiden müssen. Über mehrere Minuten liegen sie während der Show am Poolrand im Trockenen. Und auch danach dürfen noch alle Zuschauer mit den Tieren Selfies machen, erst dann dürfen sie wieder ins Wasser. Für die Delfine eine Qual. Die Tierschutzorganisation „Animal Asias“ hat die Aufnahmen gemacht und will auf das Leid der Zirkustiere aufmerksam machen.

„Auch wenn sie Säuetiere sind und Luft atmen wie Menschen, sind Delfine nicht an ein Leben außerhalb des Wassers angepasst. Die fehlende Auftriebskraft kann Druck auf die Lungen ausüben, was möglicherweise zu Atemproblemen führt, und die rasche Dehydrierung kann sich negativ auf ihre Haut auswirken“, so Tierschutzdirektor Dave Neale. „Alles zusammen ist geradezu ein Rezept für physische und psychologische Traumata, die zum Tod dieser hochkomplexen Tiere führen können.“

Nach der Show werden die Delfine in kleinen Kisten auf Trucks verladen. Oft auch noch mit Flugzeugen zum nächsten Auftritt geflogen. Eine indonesische Airline stand deshalb erst kürzlich in der Kritik. Geändert hat sich an den Praktiken der Wanderzirkusse aber scheinbar trotzdem noch nichts.

„Animal Asias“ will jetzt mit einer Petition Druck auf eine Airline ausüben, damit die zumindest die Zirkusse bei ihrer Tierquälerei nicht mehr unterstützt. Gegen den Zirkus selbst vorzugehen werde kaum etwas bringen, so die Organisaiton. Denn der verdient nun mal sein Geld durch die Tierauftritte und wird die Shows nicht freiwillig stoppen. Den Link zur Petition findet ihr hier!

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