• 27.09.2017
  • 11:06 Uhr

Forscher entdecken Riesenratte in der Südsee

Die Baum-Ratte misst einen knappen halben Meter und lebt auf den Salomonen.

Diese Darstellung zeigt die neu entdeckte Riesenratte "Uromys vika".

Jahrelang hatten Forscher nach der Riesenratte gesucht, auf der Insel Vangunu in der Südsee östlich von Papua-Neuguinea wurden sie dann fündig.

Uromys vika, so der Name der Riesenratte, ist bis zu einem halben Meter lang und wiegt circa ein halbes Kilo. Besonderes Merkmal: Der Nager hat einen langen, haarlosen und schuppigen Schwanz.

Die Riesenratte ist die erste Nagerart seit 80 Jahren, die auf der Inselgruppe in der Südsee entdeckt worden ist, schreiben Tyrone Lavery und Hikuna Judge vom Field Museum of Natural History in Chicago. Die Wissenschaftler stellen das Tier im Fachblatt „Journal of Mammology“ vor.

Zuvor hatten bereits Einheimische von der Existenz der vom Aussterben bedrohten Riesenratte berichtet. Das Aufspüren des Tieres gestaltete sich für die Wissenschaftler alles andere als leicht. Trotz Fallen und Kameras wiesen zunächst nur Kothaufen auf die Existenz des Tieres hin.

Schließlich wurde ein Exemplar entdeckt, das aus einem gefällten Baum huschte – und kurz darauf starb. Analysen des Erbgutes zeigten, dass es sich um eine neue Art handelt.

„Die Gegend, in der wir sie gefunden haben, ist einer der letzten Orte, wo es noch Wälder gibt, in denen nicht kommerziell Holz gewonnen wird.“ Auf den Inselgruppen der Salomonen leben viele Säuger, die sonst nirgendwo auf der Erde zu finden sind.

Den Berichten der Einheimischen zufolge macht sich Vika gern über Kokosnüsse her. Beobachtet haben die Forscher das Verhalten bisher nicht, sie fanden allerdings Kokosnüsse, in die beeindruckende Löcher genagt worden waren. Welche Art von Nager die Löcher hinterlassen hat, sollen nun weitere Untersuchungen klären.

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