• 06.05.2018
  • 16:38 Uhr

Vom Tiergartenteich auf den Teller?

Das passiert mit den Berliner Tiergarten-Krebsen.

Der Sumpfkrebs hat die Tiergartenteiche längst verlassen.

Sie sind Plage und Attraktion zugleich. Im Berliner Tiergarten tummeln sich seit dem vergangenen Jahr tausende Sumpfkrebse. Die Population lebt dort schon eine Weile, im letzten Jahr hat sie sich aber so rasant vermehrt, dass sie weit über die Teiche im Tiergarten hinaus wanderten und über Straßen und Wege liefen. Die Krebse sind hier eigentlich nicht heimisch, sie wurden vermutlich ausgesetzt.

Ungefährlich für die Natur sind sie aber nicht: Zum einen übertragen sie die Krebspest, gegen die sie selbst immun sind, an heimische Tiere. Zum anderen konkurrieren die feuerroten Krebse mit hiesigen Populationen um Nahrung.

Fakt ist: Es sind zu viele Krebse. Bereits im vergangenen Jahr wurden tausende eingefangen und getötet. Für dieses Jahr sieht die Lösung leicht anders aus:

Die Krebse kommen auf den Tisch.

Im vergangenen Sommer hatte es noch geheißen, die Wasserqualität der Teiche sei nicht hinreichend überprüft. Ein Verzehr hätte also für Menschen schädlich sein können. Scheinbar sind solche Untersuchungen jetzt vorgenommen worden.

Ein Fischereibetrieb hat die Erlaubnis zum Fangen der Tiere erhalten und will sie nun an Gastronomie und Privatleute verkaufen. Eine Höchstfangmenge wurde dem Betrieb nicht auferlegt. Selbst fangen bleibt aber trotzdem verboten.

  • 31.08.2017
  • 19:33 Uhr

Flusskrebs-Plage in Berlin

Jetzt wurde die Jagd auf die Tiere eröffnet.

Eigentlich sind sie im Südosten der USA, am Golf von Mexiko und in der Mississippi-Region zu Hause – seit einigen Monaten aber auch in Berlin. Die roten amerikanischen Sumpfkrebse.

Die Tiere wurden vermutlich von privaten Züchtern im Berliner Tiergarten ausgesetzt. Seitdem vermehren sie sich munter, denn einen natürlichen Feind haben sie hier natürlich nicht. Seit Mitte August krabbeln unzählige der Krebse durch den Tiergarten. Doch die bis zu 15 Zentimeter großen Tiere sind als potenzielle Krankheitserreger gerade für heimische Tiere gefährlich.

Darum wurde der rote amerikanische Sumpfkrebs jetzt zum Abschuss freigegeben. Mit Netzen versuchen Fischer die Tiere einzufangen – anschließend werden sie an Tiere verfüttert. Auch Menschen können die Scherentiere theoretisch essen.

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