• 06.06.2018
  • 17:16 Uhr

Krankenkasse: Weniger zahlen, mehr verdienen

Gesetzlich Krankenversicherte werden ab 2019 entlastet.

Das ist doch schon mal ein Anreiz, sich auf das nächste Jahr zu freuen. Dann nämlich sollen sich –  so der Plan der GroKo – die Arbeitgeber wieder gleichermaßen an den Krankenkassen-Beiträgen beteiligen. Heißt für euch: Mehr Geld auf dem Konto. Einen entsprechenden Beschluss hat das Bundeskabinett heute durchgewunken.

Die Beiträge sinken demnach um 0,5 Prozent. Das sieht erst einmal mickrig aus, läppert sich aber.

Eine kleine Rechnung:

ALT: Bei einem Gehalt von 1.500 Euro Brutto gehen jeden Monat im Durchschnitt 124,50 Euro für die gesetzliche Krankenkasse drauf. Das ergibt sich aus euren Anteil als Arbeitnehmer, der in der Regel bei 8,3 Prozent liegt.

NEU: Bei gleichem Gehalt (1.500 Euro Brutto) zahlt ihr mit der neuen Regelung dann durchschnittlich 116,25 Euro pro Monat. Macht eine Ersparnis von 8,25 Euro.

Aufs ganze Jahr gesehen bleiben also knapp 100 Euro übrig.

Derzeit ist es noch so, dass bei einem Beitragssatz von 14,6 Prozent und einem Zusatzbeitrag von 0,9 oder 1 Prozent, ihr zumindest den Zusatzbeitrag komplett alleine zahlt. Das soll sich ab 2019 ändern.

Neu ist auch, dass für selbstständige Kleinunternehmer der Mindestbeitragssatz geändert wird. Er soll künftig auf die Hälfte des bisherigen Beitrags, nämlich auf etwa 171 Euro pro Monat, herabgesetzt werden.

Das neue Gesetz sieht auch vor, dass die Überschüsse der Krankenkassen künftig abgebaut werden. Heißt: liegt bei den Kassen Geld, das sie so  eigentlich gerade gar nicht benötigen, muss dieses Geld in die Gesundheitsversorgung fließen. Das Resultat sind dann sinkende Zusatzbeiträge, so dass am Ende für euch noch mehr übrig bleibt.

© 2018 RTL II News | Alle Rechte vorbehalten.