• 08.07.2018
  • 09:11 Uhr

„An Mesuts Stelle würde ich zurücktreten“

Vater Özil sieht die Zukunft seines Sohnes in der Nationalelf kritisch.

ARCHIV: Mesut Özil (l) und Ilkay Gündogan (r) beim Training neben Bundestrainer Joachim Löw.

„Wenn ich an seiner Stelle wäre, würde ich sagen: Schönen Dank, aber das war es! Dafür ist die Kränkung dann doch zu groß. An Mesuts Stelle würde ich zurücktreten“, sagte der 50-jährige Mustafa Özil angesichts der Erdogan-Affäre und der jüngsten Aussagen von DFB-Direktor Oliver  Bierhoff der „Bild am Sonntag“.

Bierhoffs Aussage, wonach das DFB-Team bei der WM in Russland vielleicht besser auf Özil verzichtet hätte, nannte er „eine Frechheit. Sie dient meiner Meinung nach nur dazu, die eigene Haut zu retten“. Der DFB mit Bundestrainer Joachim Löw,  Bierhoff und Präsident Reinhard Grindel an der Spitze habe es in der  Sache „versäumt, ein klares Krisenmanagement zu machen. Jetzt zu sagen, man hätte überlegen müssen, auf Mesut zu verzichten, ist ja  wohl ein schlechter Witz.“

Sein Sohn, dessen Berater er bis 2013 war, sei „geknickt,  enttäuscht und gekränkt. Es hieß immer: Wenn wir gewinnen, gewinnen wir zusammen. Aber wenn wir verlieren, verlieren wir wegen Özil? Er wird nun ausgepfiffen und als Sündenbock hingestellt – da verstehe ich schon, dass er beleidigt ist.“

Vater Özil hatte sich vor fünf Jahren mit seinem Sohn überworfen, steht inzwischen aber über SMS wieder in gelegentlichem  Kontakt mit ihm. Die Erdogan-Fotos nannte er „keine so gute Idee“, sein Sohn habe sich „nichts dabei gedacht“.

Der DFB erhöht allerdings den Druck: „Es stimmt, dass sich Mesut bisher nicht geäußert hat. Das hat viele Fans enttäuscht, weil sie Fragen haben und eine Antwort erwarten“, sagte Präsident Reinhard Grindel in einem kicker-Interview. „Diese Antwort erwarten sie zu Recht. Deshalb ist für mich völlig klar, dass sich Mesut, wenn er aus dem Urlaub zurückkehrt, auch in seinem eigenen Interesse öffentlich äußern sollte.“

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