• 02.04.2016
  • 16:39 Uhr

„In die Augen zu schauen, musste ich lernen“

Wie Denise Linke mit ihrem Autismus umgeht, hat sie unserem Reporter Christoph erzählt.

Sie schaut mir in die Augen, sie ist konzentriert, erzählt toll und lebendig. Und Denise soll das Asperger-Syndrom haben? Als ich die 26-Jährige anlässlich des Welt-Autismus-Tags in ihrer Berliner Wohnung treffe, mag ich das kaum glauben. Asperger ist eine mildere Form des Autismus. Die Betroffenen können sich oft nur schlecht konzentrieren, weil ihre Umwelt sie mit Eindrücken erschlägt. Sie können nicht gut die Mimik anderer Menschen entschlüsseln. Ist jemand wirklich traurig, oder bedeutet das Stirnrunzeln etwas ganz anderes? Sie sehen das Gesicht in all seinen Einzelheiten – daraus aber ein Gefühl für sein Gegenüber zu entwickeln: Fast unmöglich.

„Ich habe mir das antrainiert“, sagt Denise. Jetzt kann sie anderen Menschen in die Augen schauen. Sie kann Hände schütteln, auch wenn sie es nach wie vor überhaupt nicht mag. „Manchmal muss ich aber, das gehört in der Gesellschaft dazu.“ Sie hat ihren Alltag richtig gut im Griff, habe ich den Eindruck, ist zielstrebig und bringt im Herbst ihr nächstes Buch auf den Markt. Ihr erstes, ‚Nicht normal, aber das richtig gut‘ war schon ein Erfolg.

Hier gibt es noch mehr Auszüge aus dem Interview mit ihr. Darin erzählt Denise auch, warum ihr Hund ‚B.B. King‘ ihr so wichtig ist.

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