• 20.06.2018
  • 14:28 Uhr

Verhaftung in Köln: „Anschlag konkret vorbereitet“

Das Bundeskriminalamt hat nach dem Giftfund weitere Einzelheiten bekanntgegeben.

Wie das Bundeskriminalamt jetzt vermeldet, hatte der letzte Woche in Köln festgenommene Tunesier tatsächlich einen Anschlag vorbereitet.

Er habe konkret einen Anschlag mit einem biologischen Sprengsatz vorbereitet, erklärte BKA-Präsident Holger Münch im RBB-Inforadio. „Es gibt entsprechende Anleitungen dazu, auch von islamistischen Organisationen im Internet, wie man so etwas tut. Daran hat sich diese Person offensichtlich auch orientiert“, so Münch. Unklar ist aber noch, wo und wann der Anschlag stattfinden sollte. Auch über mögliche Mittäter und Verbindungspersonen ist bislang offiziell nichts bekannt.

Der 29-jährige Tunesier sitzt wegen Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz in Untersuchungshaft. Außerdem wird gegen ihn wegen Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat ermittelt.

  • 14.06.2018
  • 08:47 Uhr

„Vorsätzlich biologische Waffen hergestellt“

Bundesanwaltschaft beschuldigt in Köln festgenommenen Tunesier.

Spezialkräfte durchsuchten die Wohnung des Mannes mit Atemschutzmasken.

Der inhaftierte Tunesier, in dessen Kölner Wohnung hochgiftige Rizin-Substanzen gefunden wurden, ist laut Bundesanwaltschaft „dringend verdächtig, vorsätzlich biologische Waffen hergestellt zu haben“. Wie die Justizbehörde am Donnerstag in Karlsruhe weiter mitteilte, gibt es jedoch keine Anhaltspunkte für eine „konkretisierte Anschlagplanung“ oder eine Mitgliedschaft des Beschuldigten in einer terroristischen Vereinigung.

Am Mittwochabend gab es den Haftbefehl gegen den 29-jährigen Tunesier. Nachdem das SEK seine Wohnung in Köln-Chorweiler gestürmt hatte, fand man dort hochgiftiges Rizin. Was genau der terrorverdächtige Mann damit vorhatte, weiß man noch nicht. Laut „Bild“-Zeitung bereitet Ermittlern aber zurzeit vor allem eines Sorge: 50 der 150 Rizin-Samen sollen verschwunden sein. Es sei unklar, ob sie bereits verwendet oder weitergegeben worden seien.

Rizin gilt als potenzieller biologischer Kampfstoff. Auch das Robert-Koch-Institut stuft das leicht erhältliche Mittel aus den Samen des Wunderbaums als hochgefährlich ein. Schon in geringer Konzentration kann Rizin tödlich sein. Sollte das Gift gespritzt werden, wirkt es nach RKI-Angaben binnen 36 bis 48 Stunden tödlich. Rizin schädige Leber und Nieren, der Tod trete durch Multiorganversagen ein.

Staatsschutz und Ermittlungsbehörden hatten einen Hinweis auf den Mann erhalten, der dann observiert worden sei, bis es am Dienstagabend zu seiner Festnahme kam.

  • 13.06.2018
  • 06:46 Uhr

Terror-Pläne? Gift bei Tunesier gefunden

Der 29-Jährige soll hochgiftige Stoffe in der Wohnung gelagert haben.

SEK-Beamte mit Atemschutzmasken und Schutzanzügen verlassen das Hochhaus.

Nach der Festnahme eines 29-jährigen Tunesiers und seiner Ehefrau haben Spezialkräfte eine hochgiftige Substanz gefunden. Das erfuhren „Express“ und „Kölner Stadt-Anzeiger“ aus Ermittlerkreisen. Dabei soll es sich um das Gift Rizin handeln – eine extrem toxische Substanz, die bereits in kleinsten Mengen tödlich ist. Welche Menge dieses Stoffs die Ermittler in der Wohnung entdeckten, ist noch nicht bekannt.

In der Nacht zu Mittwoch waren Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr bei der Durchsuchung der Wohnung im Kölner Stadtteil Chorweiler auf „unbekannte Substanzen“ gestoßen.

Ein terroristischer Hintergrund kann nach dpa-Informationen nicht ausgeschlossen werden. Der Generalbundesanwalt hat die Ermittlungen übernommen.

Spezialkräfte hatten die Wohnung des Tunesiers am Dienstagabend gestürmt. „Wir haben uns sehr schnell entschlossen, zuzugreifen, um mögliche Gefahren abzuwehren“, sagte Polizeisprecher André Faßbender. Weitere Einzelheiten zu dem Vorfall nannte er nicht. Auch eine benachbarte Wohnung wurde durchsucht – es konnte nicht ausgeschlossen werden, dass sich in dieser Wohnung ebenfalls giftige Stoffe oder weitere Menschen aufhalten, sagte der Polizeisprecher. Diese Wohnung sei aber leer gewesen.

Eine SEK-Einheit sowie Polizei und Feuerwehr waren am Dienstagabend mit Atemschutzmasken vor dem 15-stöckigen Hochhaus unterwegs. Die gemeinsamen Kinder des Paares seien in der Obhut der Stadt Köln, teilte die Polizei mit.

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